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1 (1842) A - D
Entstehung
Seite
82
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82 Adelung Aderkasz.

Adelung, die Herren von.

Des zu Spantekow (Spantechow, Spantekowo) bei Anclam inPommern 1734 geborenen, berühmten Schriftstellers und SprachforschersJohann Christoph Adelung Brudersohn, Friedrich, geboren zu Stettin1777, gleich ausgezeichnet als Spraclikenner, wie als Geschichtsforscher,ist kaiserlich - russischer Staatsrath in Petersburg. Er wurde 18X3,wo er die ehrenvolle Stelle eines Lehrers des damaligen GrossfiirstenNicolaus, jetzigen regierenden Kaisers von Russland , und des Gross-fiirsten Michael bekleidete, in den Adelstand erhoben. Sein literari-sches Wirken begann mit der Abfassung der Schrift:Nachrichtenvon altdeutschen Gedichten, welche aus der Heidelberger Biblio-thek in die des Vaticans gekommen waren, Königsberg 1796 98."Die Materialien dazu hatte er an Ort und Stelle geprüft und benutzt.Seine Uebersetzung und Erklärung der ländlichen Gedichte des Cal-purnius erschien Petersburg 1804. Von da an wurde seine Thätig-keit als Schriftsteller durch den Eifer, mit dem er der Kunde fremderSprachen seine Zeit widmete, gehemmt oder unterbrochen. Im Jahre1815 aber schrieb er eine Abhandlung über die Aelinlichkeit derrussischen Sprache mit der Sanscritsprache : Rapports entre la languesanscrite et la langue russe. Bald darauf erschien:Lob der KaiserinKatharina, in Beziehung auf ihre Verdienste um die vergleichendeSprachenkunde," Petersburg 1815; einige Jahre später die Biographiedes berühmten und gelehrten Diplomaten Freiherrn Sigismund vonHerberstein (Petersburg 1818) mit mehrern Kupfern; sodann aufVeranlassung seines wichtigen und freigebigen Gönners, des Reichs-kanzlers Grafen Roinanzow, eine Beschreibung der merkwürdigenmetallenen Thüren der Sophienkirche zu Nowogrod, welche im 4. Jahr-hunderte gegossen worden sein sollen. In derselben Schrift lindet-maninteressante Beiträge zur Kunstgeschichte Russlands, namentlich auchNachrichten über die ebenfalls in der genannten Kirche belindlichenThüren, welche aus der alten Residenz der ersten Könige von Schwe-den, aus Sigtuna, als Siegesbeute hierher gebracht wurden. Eine derneuesten Arbeiten unsers gelehrten Landsmannes ist: die Uebersichtaller bekannten Sprachen als Einleitung zu dem grossen Werke: Biblio-theca glottica, Petersburg 1820.

Aden, die Herren von.

Diese Familie gehörte zu den Patriciern der westphälischen StadtDortmund. Sie schrieb sich auch Adonai. Schon im Jahre 1767 warTheodoricus de Adenoys Domherr zu Münster und Rector der Kirchezu Beckem. Von Steinen bemerkt: dass diese Familie thürichter Weisenach der Angabe mehrerer Schriftsteller ihre Abkunft von der StadtAdene im glücklichen Arabien abgeleitet sah. Es gehörte derselbendas Haus Boich bei Werl. Ihr Wappen zeigte im silbernen Schilde,drei, einen Triangel formende Sterne von-schwarzer Farbe, und in derMitte wurde es durch einen blauen Streifen in zwei Hälften getheilt.In den Adlerflügeln auf dem Helme stehn die angegebenen drei Sterne,v. Steinen II. Bd. S. 911.

Aderkasz, (Atlcrkas) die Herren von.

Dieses märkische Geschlecht besass nach Gundling (Seite 60 imAnhang) das Dorf Stolzenfelde in dem alten Arenswalder Kreise.