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E i ii 1 e i t im g.
die stillschweigende Anerkennung der Gehurt und desZufall s durch Thatsaehen oder eigenes Verdienst zu lauten undsprechenden Vorzügen im geselligen Verbände des Staatskörperswurde. Wo dieses der Fall ist, wird auch immer mehr vonder betreffenden Person selbst als von der Abkunft ihrer Fami-lie die Rede sein. Es wird daher, ohne die Vergangenheit zuvernachlässigen, namentlich der Zustand der Gegenwart hervor-gehoben werden, weil sich nicht bloss die Ansichten, sondernauch der Gang der Verhältnisse selbst in dieser Hinsicht mitden auf sie einwirkenden Mitteln geändert haben. Mit den gros-sen Bcsitzlhiimcrn des Adels, und mit den Hilfsmitteln und An-lehnungspunkten, Vorrechten, Ordensauszeicbnungen, geistlich?!!und weltlichen Stiftern u. s. w., die der Adel zum Thcil verlo-ren hat, ist die Nothwendigkeit immer deutlicher hervorgetreten,durch eine sorgfältige Erziehung das Verlorne auszugleichen. —Auf einer andern Seite hat der Verlust an Gütern und Vorzügenin Einzelnen vorzüglich die moralischen Kräfte geweckt,die sonst unbenutzt, vielleicht ganz unbemerkt im Schlummergeblieben wären, oder doch nur bloss der ausschliesslich derdem Adel vorbehaltenen Bahn gewidmet worden wären. Obgleichschon der Titel des Werkes mehr die nachweisende, als beschrei-bende Tendenz bekundet, so werde ich dennoch überall auchnähere Auseinandersetzungen geben, wo sie mir aus guten undsichern Quellen vorlagen. Dass die ersten, die so von denBctheiligten selbst kommen, nicht immer die sichersten sind,brauche ich auch selbst für diejenigen nicht erst zu erwähnen,die nicht unmittelbar zu den Männern vom Fache gehören.
In die Geschichte des Adels, die sich bis in das Dunkelder Vorzeit verliert, gehören folgende Thalsachen. Der allcr-ältcste Adel war die erbliche Priesterwürde. Er hatte nur solange Bestand, bis ihn der Ruhm auf den Stand der Krieger über-trug, und nur auf den Inseln des indischen Archipelagus findensich noch Spuren des Anselms der einzelnen Stamme und Fa-milien aus dem begünstigten erblichen Priesteradel, sie gemesseneinen Vorzug, den selbst die Häuptlinge des Volkes und die Für-sten des Landes stillschweigend ehren und auch von den Väternauf die Enkel übertragen. Aber schon lange war eigentlich derPriester-Adel in seiner Bedeutung gesunken, in vielen Staatenauch schon ganz untergegangen, als der obenerwähnte Kriegcr-adel und nach ihm der Lehnsadel sich hildcle. Man iindel denUrsprung des letztern, besonders in Deutschland in der Zeit,wo sich der Unterschied der Stände schon vor den ersten Spurender Künste und Wissenschaften bemerkbar machte. Denn ausder Reihe derjenigen Männer, die sich schon im Kampfe her-vorgethan halten, und vorzugsweise Edle genannt wurden,wählte man nicht allein zur Zeit des Krieges die Führer, son-