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Die Wappenrolle von Zürich : ein heraldisches Denkmal d. 14. Jahrhunderts in getreuer farb. Nachbildung d. Originals mit d. Wappen aus dem Hause zum Loch
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gelegenen Hauses zum Loch, an dem die Sage von Karl dem Grossen und der Schlange haftet und das den Herzogen als Quartiergedient haben mag; Inhaber des Tuchlehens von Pfäfers sowie Mitinhaber der Metschaft zu Zürich als Lehen von Freiensteinund Anteil an der Pfisterschaft daselbst. Die Farbenbezeichnung albus als Beiname zur Unterscheidung von Personen mit gleichenEigennamen lässt sich in Zürich bis 968 zurückverfolgen; genealogische Zusammenhänge sind aber erst seit 1149 erweislich: erst-5 mals 968 ein Wiso sowie Ericho (Hericho) albus aus der familia des Chorherrenstiftes, der mit dem gleichzeitigen Ericho schonc. 924/31 mit der Propstei verbunden war und 946 in den Pfarrsprengel von St. Peter gehörte, ferner 976 Reginbold albus, vielleichtidentisch mit dem Schreiber der Notitia von 946. Im März und Mai 1149 treten bei drei Beurkundungen nebeneinander zweiPurcharte auf, die zweimal durch Albus und Niger offenbar unterschieden sind; der erstere ist sicher der Stammvater der Wisso,der letztere mag derjenige der weniger bedeutenden Schwarz sein. Derselbe Purchardus Albus wird unter den 115 3 auf der Kaiser-10 pfalz anwesenden Bürgern von Zürich aufgeführt und 1177 minister, d.i. Amtmann des Herzogs von Zähringen oder der Äbtissingenannt, Jahrtag als Ritter 7. IX., seine Gattin Mahtildis und Sohn Rudolf c. 1150, ein weiterer Sohn Heberhardus 1155-1169.Der am 10. II. vor 1258 verstorbene Rüdolfus miles antiquus Albus hatte wieder einen Sohn Rudolf (16. III.), der identisch seinkann mit dem mit einer Anna Wissin (Jahrtag 5. IV.) verehelichten Rüdolfus Wisse. 1220 sind die Brüder Conrad und Heinrichals Ministeriale der Abtei Zürich bezeichnet, ein dritter Bruder mag der 1223 erscheinende Chorherr Burchardus sein, der als Sub-15 diakon und Chorherr der Propstei 11. II. vor 1275 gestorben ist. Der genannte Abteiministeriale Heinricus Albus ist 1220/21Schultheiss, vielleicht identisch mit dem Heinricus advocatus ministerialis Turicensis 1223 V. 25. (wenn nicht H. Mülner!); seinSohn wird wohl Burchardus Albus 1222/61 sein. Des Schultheissen älterer Bruder Conrad, 1222 cognominatus Albus, Ritter undverehelicht mit Judenta, lebt noch 1230, ob. 24. IV. Von ihm unterscheidet sich der jüngere Conrad 1243/50 durch das Fehlen desRittertitels, verzichtet 1243 auf das Tuchlehen (feudum panni), mit dem er seit langem von der Abtei Pfäfers belehnt gewesen war,20 sowie 1250 auf Zehnten zu Wollishofen, Bendlikon und Adliswil, führt 1252 II. 16. als Ritter erstmals die deutsche NamensformWisso in lateinischer Urkunde, unterwirft sich 1255 der Kirche bzw. dem Papste, der ihn u. a. als nobilis vir bezeichnet, Herbstrat1256/59, tot 1272 III. 2., Jahrtag als iunior 8. X., verehelicht 1258 mit Adelheid (von Beggenhofen?), Witwe 1275 (Jahrtag 29. IV.),vielleicht identisch mit Adelheid, Gattin des Nögge von Littau, die als Pfründnerin im Oetenbach mit ihrer Tochter und Ordens-schwester im Oetenbach Margaretha Wiss noch 1328 lebte. Conrads des jüngern Söhne sind 1258 Conrad und Wizo oder Wisso,25 eine Tochter ist 1275 Walpurgis, die als minderjährig mit ihrem Bruder Wizze gesetzlich von Ritter Rud. von Beggenhofen bevor-mundet war (tutor ipsorum pupillorum) und die erste Gattin des Ritters Johans von Esche wurde (ihr Jahrtag 16. XII.). Der ältereSohn Conrad war ein Pfründenjäger, 1272 Leutpriester zu Kirchdorf im Aargau und Chorherr der Propstei in Zürich, 1275 auchKirchherr zu Dinhard, 1295/99 mit seinem Neffen Wisso, Rüdiger von Werdegg und Rud. von Beggenhofen Inhaber von Rappers-wiler Vogteirechten auf der Ufenau und zu Richterswil, von Herzog Friedrich von Österreich 1306 dem Papste Clemens V. emp-30 fohlen und dabei Magister betitelt, 1307 mit Rücksicht auf den König Rudolf von Böhmen und den Gönner Herzog Friedrich alsKirchherr zu Schneisingen (vertauscht gegen Lausen) und Inhaber der Pfarreien Kirchdorf, Dinhard, Egg und Jona (bei Rappers-wil) sowie als verpfründeter Propsteichorherr von Zürich vom Papste, der die nobilitas generis betont, wegen bisher unerlaubterPfründenhäufung dispensiert, ist 1309 XI. 1. als nunmehriger Propst des Stiftes Zurzach (seit 1307?) Zeuge bei den Herzögenvon Österreich zu Colmar, wollte 1314 bzw. 1317 die zürcherische Chorherrenstelle seinem Neffen Johannes W. überlassen, f 27.35 IV. 1322 als Propst zu Zurzach und Chorherr der Propstei Zürich. Auf ihn als Schützling Österreichs dürfte mehr noch als aufseinen Neffen Wisso die Wappenmalerei in ihrem Hause (zum Loch) zurückzuführen sein. Conrad scheint zwei Brüder Wissogehabt zu haben, denn der Wizo von 1258/63 kann doch nicht noch 1275 minderjährig gewesen sein (ein Jahrtag 12. V.), ein dictusWizo 1285; des Chorherrn Conrad Bruder (Wize) ist 1295 II. 11. als Vater des Wizzen bereits selig, er hatte von den Freiherrenvon Altenklingen ein bei Lebzeiten aufgegebenes Afterlehen vom Reich am Sihlbühl innegehabt. Dessen Sohn Wizli bzw. Wisso40 ist 1295-1314 mit den Dietel Inhaber der Metschaft zu Zürich, Lehen von den Freiherren von Freienstein, seit 1310 XI. 16. Ritterund vereh. mit Elsbeth, der Schwester Jacob Schwends von Zürich (ihr Jahrtag 13. IV. nach 1342, vgl. WR no. 177), Fastenrat1311/13, fiel auf Seiten Österreichs 15. XI. 13x5 bei Schwyz d. i. am Morgarten. Als seine Kinder sind 1310 ausdrücklich Johansund Margaretha erwähnt, ein weiterer Sohn ist der letzte Wisso und wohl auch der Johanniter Rudolf: der noch minderjährigeJohans wird 1314 als Johannes natus strennui viri Wissen von dessen Oheim Conrad, Propst zu Zurzach, als Exspectant der Propstei45 Zürich, 1317 ebenfalls noch nicht volljährig als Nachfolger im Kanonikat vorgeschlagen, hat aber 13 21 noch immer keine Pfründe,wird vor April 1338 von Zürich und dessen Anhängern gefangen und verwundet, worauf sich auf seine Bitte vom 1. bis 6. IV. 1338Heinrich und Walther von Spiegelberg (Söhne des Ritters Heinrich), die Brüder Johans der Domkustos zu Konstanz und Hermannvon Landenberg sowie Ritter Hartmann von Küssnach (1345 Oheim des Chorherrn Johs. Wisse) und Mathis von Rinach, die ihnalle ihren Oheim nennen, mit Zürich versöhnten, ist seit 1338 V. 21. als Pfaff Johans Wiss Chorherr der Propstei (siegelt aber mit50 weltlichem Siegel), geriet jedenfalls infolge der Mordnacht, in der sein Bruder fiel, aufs neue mit Zürich in Feindschaft und musstetrotz der Aussöhnung von 1357 einen grossen Teil der Stadt meiden (siegelt mit Petschaft), bis die gänzliche Wiederaufnahme 1373erfolgte gegen Verzicht auf all das seinem seligen Bruder oder seinen Freunden genommene Gut (siegelt mit geistlichem Siegel),mindestens seit 1382 V. 5. Propst zum Grossmünster, f als solcher 19. II. 1392. Sein oft mit ihm handelnder Bruder Wisse war seit1338 V. 21. Ritter, geriet in Fehde mit dem neuen Zürich, war 1340 als erster zur Aussöhnung mit Zürich bereit, liess sich aber5 5 weiter in die Umtriebe gegen die Stadt ein, anerkannte zwar 1348 seine Ausweisung als gerecht an, trat jedoch der Verschwörungvon 1349 mit dem Grafen Hans von Habsburg bei und fiel in der Mordnacht vom 24-/25. Februar 1350; das ihm und seinem Bruder

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HzLoch 178, Tafel XXXII