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Die Wappenrolle von Zürich : ein heraldisches Denkmal d. 14. Jahrhunderts in getreuer farb. Nachbildung d. Originals mit d. Wappen aus dem Hause zum Loch
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A. DIE BANNER

TAFEL I, I-XXVIII

I KÖLN (Köln, Coloniensis), Trierund Mainz erhoben den Anspruch, Pflanzungen von Apostelschülern zu sein, indem Eucharius,Valerius und Maternus, die ersten Bischöfe Triers und Kölns, Sendboten des Petrus, und Crescens in Mainz ein Schüler des Apostels5 Paulus gewesen sei. Dem gegenüber darf man annehmen, dass Eucharius und Valerius die ersten Bischöfe der Gemeinde Triergewesen seien und zwar in der ersten Hälfte des 3. Jhdts., Maternus der erste Bischof von Köln zur selben Zeit. In Köln warHildibald 795 der erste Erzbischof. Seit Heinrich V. waren die Erzbischöfe Erzkanzler für Italien ; als Kurfürsten hatten sie die 3. Stelle.<1 Banner und Wappen: schwarzes Kreuz in weiss; vgl. Cod. Bald. Taf. 3, Uffenbach 154 b. Später kam dazu ein Helm und als Kl.ein mit dem Schildbild belegtes Schirmbrett, oben mit Pfauenspiegeln besteckt, so schon Gelre fol. 5, dann Grünenberg 3 (i

10 (Text 10), AnsbachWb i2;Richental 122b gibt denSchildgelb. «1 Quellen : F. Walter Das alte Erzstift und die Reichsstadt Köln1866 S. 43; Rheinische Siegel: I. Die Siegel der Erzbischöfe von Köln (948-1795) hgg. v. W. Ewald = Publikationen d. Ges.f. rhein. Geschichtskunde XXVII 1910, dazu A. Wrede im Herold XLII 35 ff, einzelne Siegel: Piligrims (f 1036) J. Freudenberg inBonner Jahrbüchern LH (1872) 117 ff, vgl. LIII (1873) 306 ff, Annos II. (1056-1075) Th. J. Lacomblet im Archiv f. d. Gesch.d. Niederrheins III (1861) 415 ff, W. Ewald in Westdeutsche Zs. XXIV (1905) 19 ff, Siebm. I 5 1. Reihe 62 ff, P. Bretschneider

15 in VJSHerold XLV 66, 71, PhilippiS IX 7, 9, 10, 13, 14; einzelne Wappen : Bonner Archiv I (1889/90) 16, Hessenland IX 80,Herold XX 12; Regesten d. Erzbisch, v. Köln hgg. v. R. Knipping und W. Kisky II-IV (1100—1332) 1901—1915 ; W. Kisky DieDomkapitel d. geistl. Kurfürsten in ihrer persönl. Zusammensetzung im 14. und 15. Jhdt. i9o6 = Quellen u. Studien z. Verfgesch.d. dtsch. Reichs in Mittelalter u. Neuzeit hgg. v. K. Zeumer I 3; W. Pelster Stand und Herkunft der Bischöfe der Kölner Kirchen-provinz im MA 1909 ; A. Schulte Der hohe Adel im Leben d. mittelalt. Köln = Sitzungsberichte d. bayr. Akademie d. Wiss.,

20 phil.-hist. Klasse 1919 8. Abh.; Kretschmer 248, 408, 565. [560

11 TRIER (Triel, Treverensis) nicht, wie erzählt wird, durch Sendboten des Petrus begründet (s.Köln), wohl aber von Euchariusund Valerius, den ersten Bischöfen der Gemeinde Trier in der 1. Hälfte des 3. Jhdts., ward vor 811 Erzbistum. Der Erzbischofward dann Reichsfürst und schliesslich Kurfürst. Banner: weisses Kreuz in schwarz (nur hier, offenbar irrtümlich), richtig rotesKreuz in weiss, so im Cod. Bald. Taff. 3,6—9,11,12 usw., 22 usw., ebenso das Wappen. Später kam zum Schild ein Helm mit Kl.: Schirm-

25 brett, belegt mit dem Schildbild und mit 7 Pfauenfederbüscheln besteckt. So Gelre fol. 12, Uffenbach 154 c, AnsbachWb 12, Grünen-berg 3 d , Richental i23.flj;Quellen : J. Marx Gesch. d. Erzstifts Trier 5 Bde. 1858-1864; Rhein. Siegel: II. Die Siegel d. Erzbischöfevon Trier (956-1795) hgg. v. W. Ewald = Publikationen d. Ges. f. rhein. Geschichtskunde XXVII 1910 ; Schneemann TrierischeSiegel und Wappen = Jahresbericht d. Ges. f. nützl. Forschungen zu Trier 1857 S. 18 ff, bes. 27!; Siebm. I 5 1. Reihe 58 ff;P. Bretschneider in VJSHerold XLV 71; Regesten d. Erzbisch, v. Trier hgg. v. A. Goerz 2 Abt. 1859—1861; W. Kisky a.O.;

30 K. Löhnert Personal- u. Amtsdaten d. Trierer Erzbischöfe d. 10. bis 15. Jhdts. 1908; Kretschmer 255, 411, 457, 566. [561

III MAINZ (Mägenz, Maguntinensis), angeblich auf Crescens, einen Schüler des Apostels Paulus, zurückgehend (s.Köln), hatgesicherte Bischöfe erst seit dem 3. Jhdt. und ward Erzbistum unter Lul 780/82. Die Erzbischöfe waren später Erzkanzler desDeutschen Reiches, Reichs- und Kurfürsten. Banner: weisses Kreuz in rot, oben begleitet von 2 weissen Rädern; tatsächlichwurde in Banner und Wappen ein weisses Rad in rot geführt (Cod. Bald. Taff. 3 u. 6). Später kam dazu ein Helm mit Kl.: Kurhut mit

35 weissem Rad, so Gelre fol. 2, Uffenbach 15 4 a, Ansbach Wbi2, Grünenberg 3 (1 , Richental i22 b . Seit 1803 ist Mainz Suffraganbistumunter dem Erzbistum Freiburg, führt aber das Wappen des Erzbistums weiter, flt Quellen : K. Strecker Gesch. d. Mainzer Wappens =Mainzer Zs. VIII/IX (1913/14) n5-123; Cl.Kissel Das Mainzerrad historisch u. künstlerisch erläutert 1900; Schädel Über denNamen und das Rad der Stadt Mainz 1899; Die Siegel der Erzbischöfe und Kurfürsten von Mainz, Erzkanzler d. dtsch. Reichesbis z. J. 1803, im Auftr. d. hist. Komm. f. d. Grh. Hessen hgg. v. O. Posse 1914 ; PhilippiS IX 16, 30 ; Siebm. I 6 1. Reihe 1, 144,

40 160; Beyer in Anzeiger f. Kunde d. dtsch. Vorzeit n. F. XII 423; P. Bretschneider in VJSHerold XLV 71; Regesta archiepp.Magunt. (742-1288) v. J. F. Böhmer hgg. v. C. Will I—II 1877-1886; Regesten d. Erzb. v. Mainz (1289-1396) hgg. v. G. v. d.Ropp, bearb. v. E. Vogt u. F. Vigener 1907 ff; W. Kisky a. O.; Joh. Simon Stand und Herkunft d. Bisch, d. Mainzer Kirchenprovinzim MA 1908; K. Wenck Die Stellung d. Erzstiftes Mainz im Gange d. dtsch. Gesch. 1909; U. Stutz Der Erzbischof von Mainzu. die deutsche Königswahl 1910; Kretschmer 263, 412, 458, 523, 567. [562

IV SALZBURG (Salzeburgensis) ward mit Passau, Regensburg und Freising durch Bonifatius 739 als Bischofssitz organisiert,wobei die Sprengel sich wohl an Teilherzogtümer anschlössen; der zweite Bischof Virgilius wurde von Bonifatius seiner kosmo-logischen Ideen wegen beim Papste verklagt (MIÖG XXIV1 ff), unter dem dritten, Arn, 798 das Bistum zum Erzbistum erhoben.«1 Das Banner und Wappen ist gespalten, vorn in gelb ein aufgerichteter schwarzer Löwe herschauend, hinten ein weisser Balken

Allgemeine Literatur, die nur hier genannt wird: A. Hauck Kirchengeschichte Deutschlands 5 Bde. (neueste Auflagen) 1906—1920 (von

50 Bd. 2 an mit Bischofslisten); Wetzer und Weite's Kirchenlexikon, 2. Aufl. von Hergenröther und Kaulen 12 Bde. 1882 — 1903 (hier jeweilen die ält.Lit.); für die ständischen Verhältnisse A. Schulte Der Adel und die deutsche Kirche im Mittelalter = Kirchenrechtl. Abhandlungen hgg. v. U. StutzHeft 63/64, 1910, anastat. Neudrucki922, Nachtr. dazu 1922; P. B. Garns Series episcoporum eccl. cath. 1873, Nachtr. 1886; K. Eubel Hierarchiacath. medii aevi I 2 (1198—1431) 1913, II 2 (1431— 1503) I9H, III (1503 — 1600) 1910.

Tafel I, I—IV

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