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Die Wappenrolle von Zürich : ein heraldisches Denkmal d. 14. Jahrhunderts in getreuer farb. Nachbildung d. Originals mit d. Wappen aus dem Hause zum Loch
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VORWORT

■ M Jahr 1860 erschien, von der Antiquarischen Gesellschaft in Zürich herausgegeben, die Wappen-rolle von Zürich, das älteste Denkmal dieser Art im Römischen Reiche deutscher Nation und dasbedeutendste des Mittelalters überhaupt. Sie enthält nicht weniger als 559 Wappen des hohen undniederen Adels, vorzüglich aus dem Süden des alten deutschen Reiches, sowie 28 Banner deutscherBistümer. Die Veröffentlichung war, nach den Verhältnissen jener Zeit beurteilt, eine hervorragendeLeistung. Die Wappen wurden auf mechanischem Wege etwas verkleinert und nach dieser Kopie in farbigerLithographie wiedergegeben. Allein nicht alle Wappen waren gut erhalten; bei deren Umzeichnung konntendaher gelegentlich Irrtümer sich einschleichen. Sodann fehlten einer grossen Anzahl Wappen die Namen, dienur nach den Vermerken einer viel spätem Hand teilweise - aber nicht überall richtig - bestimmt werden konn-ten. Und da die Ausgabe zudem längst vergriffen war, erachtete es die Antiquarische Gesellschaft als ihre Pflicht,eine neue, den gegenwärtigen Ansprüchen entsprechende Ausgabe zu veranstalten, nämlich eine Facsimile-Wiedergabe (Photolithographie) des im Original vorhandenen Teiles, dazu die nicht im Original erhaltenenWappen nach der Zürcher (Bernhauser) Kopie mit Ergänzungen aus der Aulendorfer Kopie in farbiger Litho-graphie, und diesem Gesamtbestande der Rolle die noch etwas ältern Wappen aus dem Hause zum Lochin Zürich beizugeben, deren Erstausgabe in den Mitteilungen der Antiquarischen Gesellschaft ebenfallsvergriffen war und die nun an Hand der inzwischen ins Schweizerische Landesmuseum übergegangenen Balkenmit den Wappen genau überprüft werden konnte. Dabei waren in den Vorlagen mangelhaft erhaltene oderirrige Wappen in Textabbildungen richtigzustellen, die Wappen überhaupt an Hand der Siegel, aber auch derWappenbücher zu überprüfen und, was der ersten Ausgabe völlig fehlte, über die Inhaber der Wappen, überUrsprung und Erlöschen, Stand und Sitz des Geschlechts, das Nötige in knapper Form darzustellen, soweitdas Material erreichbar war, und schliesslich durch ein Register den Inhalt zugänglich zu machen. Ausgeschlossenwar daher eine eigentliche Geschichte der Wappen und Sippen und die sogenannte vollständige Literatur-angabe, die bei dem grossen Einzugsgebiete der Wappenrolle gar nicht möglich gewesen wäre; es musstegenügen, auf die Werke zu verweisen, wo sie aufgeführt ist, z. B. auf vAlberti (hier insbesondere die Ober-amtsbeschreibungen), Gundlach, Heyd, auf das Genealogische Handbuch zur Schweizer Geschichte usw. DieWappenbücher konnten nur zum Teil im Original benutzt werden, für andere lagen Photographien vor, undfür eine weitere Anzahl war man auf die Mitteilungen in heraldischen und genealogischen Werken angewiesen,deren Zuverlässigkeit nicht überprüft werden konnte (so Kindler von Knobloch Oberbad. Geschlechterbuchusw.). Alle Wappen zu bestimmen, ist leider nicht gelungen; für einen grossen Teil des in Betracht fallendenGebiets fehlen eben noch Siegelpublikationen, und die spätem Wappenbücher bieten dafür keinen Ersatz,

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