Bürgers zu Zürich, von 1373 XII. 30. zeigt den schmalen Querbalken kreuzweise schrägschraffiert (StAZür., Spital 446). Dasgeistliche Siegel des Cunr. von B., Kellers zu St. Johann in Konstanz 1323, enthält einen Ordensritter mit dem Johanniter-ordensschild (Abguss im Schweiz. Landesmuseum, Härders Sammlung, stammt offenbar von Urk. 1323 I. 19. im StASchaff-hausen (UBThurgau IV no. 1324). Quellen: UBZürich, Reg.epp.Const., Huber Urk. des Stiftes Zurzach 292/93, 300/02, 319,5 3 22 > 4 2 ^> Huber Gesch. des Stifts Zurzach 31, 245, Huber Reg. von Klingnau u. Wislikofen 30, Zürcher Stadt- u. Steuerbücher,MGNecr. I, Wöber II A 362 f. (mit Stammbaum) u. IIB Sp. 420/24, Koprio Windisch z. Z. des Mittelalters 137 f, 146, VoegelinDas alte Zürich I u. II. ^
176 MANESSE = WR 380. Die Urkunden aus dem Besitze Prof. J. R. Rahns no. 2, 11, 25 und 27 im StAZürich enthalten folgendeBeiträge zur Genealogie: 1232 XI. 11. zeugen O. Maneze, R. et L. fratres Manezen, 1280 I. 18. ebenso Rüdgerus dictus Manessen,
10 1366 VI. 6. swester Elsbethe Manessin, klosterfrowe ze Wurmspach, 1373 IV. 11. Siegel des Ritters Rüdger Manesso, burger-meisters, und seines Bruders Ulrich M. Wappen: weiss in rot die beiden Kämpfenden in der auf den Siegeln üblichen, von derWR abweichenden Stellung. Das Schildhaupt war auf die Rinde gemalt, die abgefallen ist (Taf. XXVIII); deshalb mussten auf TafelXXXII Kopf und Schwert ergänzt werden; dies geschah nach der Erstausgabe, die wohl irrt; richtiger ist die Neigung des Siegerhauptesnach vorn, wie Rahn entsprechend Kopie Hegi (Gesicht hergewendet) und ZBI rekonstruierte. Nicht mehr erhaltenes Alliancewappen15 Schwend-Maness im Deutschen Haus (HzLoch 122 [18] s. in Ms. E 28, 613 der Zentralbibliothek Zürich und in ZB I [1843] 8 7 ader AGZ, ebendaher 86 der Manesseschild im Wappenfries aus der Mitte des 15. Jhdts.). «t Siegel: spitzovaler Originalstempeldes Chorherrn Johannes M. (ZürchSA VI no. 57) im „Musee des Unterlinden ä Colmar", abgebildet in „Curiosites d'Alsace(von Bartholdi) I (Colmar 1861/2) 112, wird neu veröffentlicht von Konservator J. J. Waltz, der auf den Stempel aufmerksammachte, in dessen Studie über die heraldischen Dokumente im Colmarer Museum. [4
177 BRUN oder SCHWEND. Die Brun, volle Form Bruno und Pruno, Dienstmannen der Abtei Zürich und ritterliches Rats-geschlecht der Stadt Zürich, hatten Allod zu Ürzlikon, Hauptikon und Rossau, das sie 1221 der Abtei Kappel als künftiges Lehenvon der Äbtissin zu Zürich verkauften. Das cognomen Bruno ist später als bei den Wisso (Albus) und Schwarz (Niger) zumfesten Geschlechtsnamen geworden. Namengebender Stammvater ist wohl Bruno, dessen Sohn Heinrich in der Urkunde desHerzogs Berchtold V. von Zähringen von 1200 erscheint; Jahrtag der Judenta filia Brunonis 29. IV. Heinrichs Söhne mögen
23 F(ridericus) Pruno 1219 I. 6. (ob. als miles 16. VIII.) und die drei Brüder Hugo, Rudolf (1225 Ratsherr) und Heinrich Bruno ge-wesen sein. Hugo und Rudolf verkauften als Bürger von Zürich 1221 die obgenannten ererbten Eigengüter an Kappel, Hugo wirdin der zugehörigen Bischofsurkunde als miles qui cognominatur Bruno bezeichnet, 1222 Hugo cognomine Bruno, 1223 V. 25.figurieren Hugo et Heinricus Brunones unter den ministeriales Turicenses d.i. der Abtei, sie werden 123 1 ausdrücklich Ritter undBrüder genannt, noch 1232 XI. 11. H. et H. fratres qui dicuntur Brun (Urk. Rahn 2), 1225 erscheint Hug Bruno als der Zweitälteste30 bekannte Reichsvogt und Mitglied des Rats (Jahrtag 12. VI., sein Sohn Heinrich ob. 4. 1.). Seine von dem Freiherrn R. von Wädens-wil bevogtete Gattin Anna von Naglikon überbrachte ihm 1231 ihr ganzes, von ihrem seligen Bruder Ritter Arnold von N. ererbtesGut als nunmehriges Lehen von der Abtei Zürich. Hugos Bruder Heinrich pflanzte das Geschlecht fort, 1223 ministerialis Turicensis,Ritter und wohl auch Rat 1225/64, Reichsvogt 1234, seit 1256 senior, f zwischen 1278 VIII. 16. und 1281 III. 12. (Jahrtag 31. XII.),verehel. wohl in 1. Ehe mit Mechthild (ob. 20. X.), in 2. Ehe mit Willebirgis (1277/95, Jahrtag als Witwe 25. III.). Dessen Söhne35 sind 1259 Heinrich und Konrad (1259/68), sowie Hugo wohl aus 2. Ehe mit Willebirgis. Mit den beiden Ehen teilte sich das Ge-schlecht in 2 Linien, die ältere im Neumarkt, der der Bürgermeister entstammt, und die jüngere am Stad auf Dorf: — I. Heinrich, derBegründer der älteren Linie, ist als der junge und Ritter 1265 III. im Rat, 1274 vereh. mit Adelheid, derTochter des Ritters JacobMülner (ihr Jahrtag als Witwe 3. X., Wöber löst irrig H. in Hugo auf!). Sein Sohn Jacob B. im Neumarkt (1274 -13 19) war Sommer-rat 1298-1318, Schultheiss im Rat 1305/09, der Äbtissin 1305/07, f 1. IV. 1319, in 1. Ehe wohl verehelicht mit Wilbirgis (Jahrtag40 27. III.), in zweiter mit Mechtild (bevogtet von Joh. Dietel u. H. von Widen), Schwester Adelheids der Gattin des Ritters Johansvon Esche, deren Tochter Elsbeth ihren älteren Sohn Jacob heiratete; sie besass Eigengüter im Wehntal usw. und lebte noch 1332XI. 30. (Jahrtag 21. X., s. GenHdb III 145). Ihres Gatten Jacobs Söhne, offenbar Blutsverwandte des Abtei-Chorherrn Joh. Tor-wart, sind Jakob und der Bürgermeister Rudolf; deren Nachkommen scheiden sich in zwei Äste: — a) Jacob (1320) war 1322/28 und1336/45 des Rats, 1337 zum Anwärter auf das Bürgermeisteramt bestimmt, seit 1342 durch Kauf Inhaber der Höfe des Grafen45 Hans von Habsburg zu Bäch, Wollerau und Pfäffikon, f als armiger 1345 X. 15., vereh. seit 1320 mit seiner Base Elsbeth von Esche,Tochter des Ritters Johans von Esche und seiner Mutter Schwester Adelheid, sie lebt noch 1332 XI. 30. (Jahrtag 10. XI.) mit ihrerTochter Margaretha, der späteren Gattin des Gaudenz von Hofstetten; der zweiten Ehe Jacobs mit Katharina von Steg aus Urientstammen die gemeinsam als Pfand von Habsburg-Laufenburg bzw. seit 1358 von Österreich die Höfe Bäch, Wollerau undPfäffikon besitzenden Eberhart und Rudolf oder Rutschman (des Rats 1361/67, f 2. IX. wohl 1368, selig 1369 XI. 8.). Eberhart50 ist 1353-1370 VIII. 29. Baptistalrat, Ritter seit 1355 XI. 17., Vogtherr zu Mettmen- und Niederhasli 1369 (Hoppeler Herrenvon Rümlang 41) und 1369/71 Inhaber der damals österreichischen Vogtei Stäfa-Ötikon, machte sich vor 11. III. 1371 mit seinerMutter Katharina von Steg und dem Gesinde des Mordes durch Ertränken auf dem Zürichsee an seinem Vetter dem erbern KnechteJohans von Steg (aus Uri), dem Bruderssohne (!) Katharinas, schuldig und wurde mit ihr und den Helfern unter Beschlagnahme derGüter als Mörder zu Zürich verrufen; die ihm verpfändete V ogtei W einingen wurde versteigert und die österreichischen Lehen (Oetikon55 und Stäfa) fielen an Herzog Leupolt zurück. Eberhard brachte die Stadt Zürich um 1375 die Acht, aus der sie erst 13 9° völlig los-
HzLoch 175— 177, Tafel XXXII