Beggenhofen in der früheren Gemeinde Unterstrass (Zürich) - seit Anfang des 17. Jhdts. „Beckenhof" - sind urkundlich nichtnachweisbar und die örtlichkeit „in Beggenhofen" selbst wird erst seit 1362 erwähnt durch nähere Be2eichnung des C. Schennis-Hauses in B. (ohne diese Ortsangabe 1358) und durch die genauere Bestimmung vom Burgermeister-(Rüdiger Manessen-)Hausin B. (das 1362 noch der von Hünoberg Haus hiess). Das Geschlecht von B. selbst hatte seit 1274 seine Häuser auf Dorf am Stad5 und zu Stadelhofen, also auf der südlichen Seite der Stadt. Es ist daher möglich, dass nicht das Rittergeschlecht seinen Namen vondiesem Gut erhalten, sondern diesen dem Gute gegeben hat. Die ritterlichen Vink hatten in dieser Gegend (am Waltersbach) altenGrundbesitz und durch die wahrscheinliche Ehe der Anna Yink mit dem Ritter Rudolf von B. (1262-1311) könnte der Name dervon B. dort örtlich festgelegt worden sein. Das Geschlecht von B. mag seinerseits vom zürcherischen Benken (858 Pechinhova)oder von Beckhofen bei Villingen (1138 und 1307 Beggenhofen) den Namen herhaben. Stumpf 143V spricht von dem früheren10 Bürgle und Lustheußle deren von B. unter der Strasse auf einemWeingartbühl. Ein Ritter Rudolf de Bechinhoven ist am 18. IV.vor 1253 gestorben. Die bedeutendste Persönlichkeit ist Rudolf (1262-13x1, vielleicht doch identisch mit den Zürcher Bürgernvon 1257 Rü. dictus Beggeli und 1259 Rüdolfus dictus de Beggingen), seit 1268 Mitglied des Rats und seit 1272 Ritter, 1274V. 19. an zweiter Stelle unter der Gebursami der Wacht auf Dorf ob dem Münster als Bittsteller beim Könige Rudolf (Siegelfehlt), 1278 Grundeigentümer zu Witellikon, 1291 tätig beim Bündnisse Zürichs mit den Waldstätten, 1293-1299 mit Rüdiger von15 Werdegg und den Wissen von der Gräfin Elisabeth von Rapperswil mit der Vogtei, Twing und Bann über Güter und Leutein den Pfarreien Ufenau und Richterswil belehnt, seit 1291 öfters in Urkunden des Freiherrn Lütold von Regensberg zusammen mitDienstmannen und Leuten des Regensbergers, stiftete in die Abtei eines der Häupter der 11,000 Jungfrauen, J 8. II. (wohl 1312),vereh. mit Anna 1278, nach der Überlieferung eine geb. Vink (Jahrtag als Witwe 22. III.), öfters von der Nonne im OetenbachElisabeth von B. als ihre Mutter erwähnt. Von den 1278 VI. 30. mithandelnden Söhnen und Töchtern des Ritters Rudolf ist Lütold20 (1290-13 3 6 VI. 24.) offenbar nach den Regensbergern benannt, hat auch Höfe in deren Herrschaftsgebiet (Adlikon und Schleinikon)inne, Ritter 1299 I. 28., Mitglied des Fastenrats 1299-1310, des Herbstrats bis 1335, ob. 3. II., vereh. mit Anna (Jahrtag 22. V.).Lütolds Bruder dürfte Conrad gewesen sein, Konstanzer Kleriker und 13 20/21 Einzüger der bischöflichen Steuer; Schwestern werdenElsbeth sein, die früh ins Kloster Oetenbach eintrat und daselbst nach 59 Jahren am 21. VI. 1340 starb (ZürchTb 1889 S. 257/70),sowie die Truchsessin, in der Lebensbeschreibung der Schwester Elsbeth von B. als deren Schwester angeführt und offenbar iden-25 tisch mit Anna, Gattin des Zürcher Bürgers Ritter Rudolf Truchsess von Einsiedeln (ihr Jahrtag 27. III.). Ein Ulrich von B.,Chorherr zu Zurzach 1330/37, anscheinend Sohn eines älteren Ulrich (1330/32), war Diakon 1332, Stiftsdekan (und Leutpriester)seit 1342, f 28. XI. 1363; ein Heinrich von B. Chorherr daselbst 1333, Jahrtag einer Verena von B. zu Zurzach xo. II. (vor 1373).Lütolds Kinder sind 1325 VIII. 22. Ueli oder Ulrich, Guota und Anna, letztere seit dieser Zeit Ordensschwester im Oetenbach.Ulrich, in seinem Jahrzeit 10. XI. armiger betitelt, Mitglied des Rats 1341/49, verwickelte sich in die Verschwörung von 1349 und30 musste 13 51 I. 4. mit Übergabe eines Pfandes von Habsburg auf dem Immi zu Rapperswil an den Bürgermeister Brun eidlichgeloben, drei Jahre jenseits des Gebirges im Welschland zu bleiben und auch nachher ohne Erlaubnis des Rates nicht näher alszwei Wegstunden zu kommen, nach den Steuerbüchern 13 62/76 und urkundl. 1369 III. 6. wieder in Zürich, mit seiner Gattin AdelheidErbe ihrer Muhme Herdiner (s. Steuerbücher I 225 134 267 134 ), 1373 rechter Vogt von Adelheid, Witwe Wernher Bilgeris, lebtnoch 1375 I. 16., tot 1390 VI. 8., vereh. mit Adelheid von Wollerau, die noch 1393 IV. 23. lebt. Margaretha, vereh. mit Fraxxz35 Hoppler von Winterthur (JZBWinterthur), trat 1393 ins Kloster Selnau ein, ausgestattet von ihrer Mutter Adelheid geb. vonWollerau. Eine Elsi von B. kommt noch 1401 Auf Dorf in Zürich vor. Konrad von B. ist 1370 Leutpriester zu Windisch, 1337Schaffner des Frauenklosters Köixigsfelden, J als Dekan und Leutpriester an der oberen Kirche zu Waldshut 1391, beerbt vonHeinzmann Vorster von Windisch. Ein anderer Konrad von B. erscheint 1374 als Konventual der Prediger in Konstanz. ((Wappen:in von rot und blau geteiltem Schild ein weisser mit 3 gelbbebutzten Rosen belegter Querbalken, oder geteilt von rot, weiss und40 blau mit den 3 roten Rosen im weissen Feld (Taf. XXVIII); Farbe der Butzen unsicher, im ZBI 73 weiss. Auffallenderweise fehltdieses durch ein Siegel bestätigte Wappen im EdlibachWb, dafür finden sich dort zwei apokryphe und das Wappen der Marschalk istauf Rasur irrig mit „de Begenhoffen" bezeichnet. Dagegen stimmen bei Tschudi (Ms. Hegi) 277 die Darstellung und Farben völligmit dem Schild im HzLoch, Kl. Spitzhut belegt mit dem Schildbild und besteckt mit weissem Ball, Hd. weiss-rot, bei Stumpf II i43 v(420 v , 478 v ), Spitzhut ohne den Ball, aber mit deutlicher Krämpe, bei Stumpf A 4 f 8 V weisser mit 3 roten gelbbebutzten Rosen belegter45 Querbalken, Kl. roter Spitzhut mit weisser Krämpe, die mit 3 gelbbebutzten Rosen belegt ist, besteckt mit weissem Ball, Hd. weiss-rot,bei Leu 119 f 3 4 Schild wie im HzLoch, aber wie die Hd. ohne Farben. Ein durchaus apokryphes, auf falscher Wortdeutung beruhendes„redendes" Schildbild (Frauenfelder Geschlecht Begen- oder Begelhube 1312) findet sich schon bei Edlibach über der Bezeichnung„de Beggenhofen" und unter der Angabe „Dietlingen": in schwarz der Kopf eines mit einer „Beggelhaube" stahlblau Gepanzerten,ebenso bei Leu 119 f 18, Hd. stahlblau und schwarz; bei Tschudi (Ms. Hegi) 277 von schwarz und weiss gespaltener Schild, be-50 legt mit männlichem Rumpf in blauem Hirtenhemd (!), Hd. schwarz-weiss; bei Stumpf II 135 (43i v , 489) eher Panzer mit Beggel-haube. Die zweite unhaltbare und wie bei Marschalk ebenfalls nachträgliche Angabe „de Beckenhoffen" (statt „de Baden"?) beiEdlibach findet sich bei einem von weiss und schwarz geschachten Schild mit schwarz-weiss gespaltenem Stern zwischen weissemund schwarzem Hifthorn auf gekröntem Helm, Hd. schwarz-weiss, ebenso bei Leu 119 f I4 V (Hd. weiss-schwarz) und bei StumpfA 4 f 8 V (Hd. schwarz-weiss). (( Siegel: Der Schild im Rundsiegel des Ritters Lütold von 1325 entspricht völlig dem Wappen3 5 im HzLoch, s. ZürchSA X no. 86. Dagegen fehlen im 1. Siegel seines Sohnes Ulrich 13 51 die Rosen, s. Siegeltaf. VIII no. 27 (auchbeschädigt StAZürich, St. u. L. 530), der Schild stimmt hier mit demjenigen der Brechter überein. Das 2. Siegel Ulrichs von B.,
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HzLoch 175, Tafel XXXII