auf dem schrägrechts geteilten Schild als Kl. die Mütze (Siegeltaf. VIII no. 20). Andere Geschlechter von H. s. bei MerzWbBaden 132 f. - Vgl. ZürchSA VI 41; eine Reihe von Siegeln im StA Zürich, Thommen I no. 780, UB St. Gallen IV no. 1749 u.V no. 435°j StadtA Rapperswil no. 82; Reg. Tobel 82. — Die von Rambach (Rembach bei Altrapperswil GAltendorf BMarchKSchwyz), seit 1229 in städtischen Diensten der Grafen von Rapperswil, später Bürger zu Chur und Burgvögte zu Rietberg im5 Domleschg, führten ebenfalls zwei gestielte Rosen. EdlibachsWb, Stumpf Kl.Wb 254 und die Guttäterwappenfolge (aus demEnde des 15. Jhdts.) in Rüti (MAGZ XXIV 220, Taf. IV no. 9) geben die 2 grüngestielten Rosen in von weiss und rot gespaltenemSchild mit gewechselten Farben; Tschudi (Ms. Hegi) 93 hat in weiss eine rote schwarzgestielte Rose, in rot eine weisse gelb-gestielte Rose, s. auch Stumpf II 140 (417, 475 )• Ob die 1846 gefundene Grabplatte von Rambach zu Rüti die Spaltungzeigte, wird in MAGZ XXIV 228 nicht gesagt. Die Siegel zeigen keine Spaltung: so der Schild im Siegel Heinrichs von R.,10 Leutpriesters zu Horgen, 1357 II. 14. (StAZürich, Cappelerhof 40); Siegel Conrads gen. Rambach 1421 (Abguss im Landes-museum). — Heinrich von R. war Schultheiss zu Rapperswil 1256—1274 (tot) und sein Sohn Jakob 1280—1296/97, beide waren Ritter.Otto von R., 1347 vereh. mit Elsbeth, Tochter Heinrich Biberiis, war 1348 Vogt zu Rapperswil, tot 1363, seine Tochter Ursel1371 verehelicht mit Joh. von Wilberg gen. Tössegger; Lutz R. 135 5 Bürger zu Chur, selig 1357 (seine Tochter Agnes vereh. mitHans von der Lachen); Conrad R., Vogt zu Rietberg 1411, ist 1426 X. 12. selig als weiland Burgherr zu Rietperg, während sein15 Sohn Georg noch 1455 zu Chur verbürgert ist und eine mit Frick Richenbach von Maienfeld verehelichte Schwester Agathahat. Gegen die Zuweisung des Minnesängers Albrecht Marschalls von Rapperswil zu diesem Geschlecht wendet sich mit RechtHer Arch XLII 12 (s. aber HzLoch 174). Quellen: UBZürich u. St. Gallen, HabsbUrb. (speziell II 583 no. 2), Reg. Einsiedeln,Pfävers u. Rapperswil, Mohr C.d., Rät.Urkk. II no. 339, Z-W ZürchB II 13, F. Jecklin Zinsbuch Churwalden 71 n. 106, MuothÄmterbücher 34, Ringholz Einsiedeln, Schnellmann Entstehung u.Anfänge der Stadt Rapperswil 91, 126, 133; JZBRapperswil20 19,36. - Die Schwend von Zürich führten in den ältesten Siegeln in (von weiss und rot) geteiltem Schilde zwei gestielte Rosen,deren Stiele aber verschlungen sind (ZürchSA VII 84, 85, IX 71, 104, X 96, 97 ; Wöber II B Sp. 141 ; Njbl der Stadtbibl. Zürich1901 S. 2, ebenda S. 5 Hinweis auf das Siegel des Kirchherrn Johs. Schirbi, dessen Mutter eine Schwend war); bei Tschudi(Ms. Hegi) 206 beide Wappen, gestielte und ungestielte Rosen. [85
C)C) RIZNER Dienstmannen = WR 414. [86
100 WART = WR 224 (roter Helm): Schräg geviert von weiss und blau. Herr Jacob von Warte der junger, frie, schon 1306 II. 25.(UBZürich VIII S. 105), Ergänzung zu GenHdb I 389 no. 17; dagegen lautet die Urkunde 1318 III. 6. her Jacob von Warta,jungherre Rüd. von Warta, jungherre Hug von Gütenburg, so dass also mit dem Herrn Jacob von W. der allfällige Vater, derMinnesänger Jacob, gemeint sein wird. [87
101 HOHENTEUFEN, Hohentüfen, auch bloss Tüfen, lateinisch 1272 Tufen superior, freie Herren, jüngere Linie der von Tüfen30 oder Alttüfen HzLoch no. 3 3), mit Stammsitz am Westhange des Irchels (GFreienstein BBülach KZürich). Hugo heisst 1 272 IX. 23.iunior de Tufen superiori, Blutsverwandter des älteren C. de Tufen und dessen Söhnen Diethelmus und Hugo; vielleicht derselbeHugo, der 1258/59 mit Uolricus als Bruderssöhne Cunos von T. Lehengemeinschaft mit diesem beansprucht hat. Führt 1285 XII. 15.mit seinem Bruder Gerhard das neue Wappen mit dem wohl habsburgischen herschauenden steigenden Löwen, lebt noch 13 00 VIII. 9.Am 28. XII. 13 14 verlieh Herzog Lüpolt von Österreich seinem Kammermeister Johans zum Thor von Winterthur die Burg ze35 Tuffen mit Dörfern usw., die ihm und seinen Brüdern von dem edeln Manne Hugen seligen von T. und dessen Wirtin ledig gewordenwar; gemeint muss Hohentüfen sein, denn 1347 ging Hedwigs Anteil an Alttüfen an Johans'Sohn Lüpolt zum Thor über. Gerhardhat 1289 Lehen von Herzog Rudolf von Österreich; seine Knechte sind 1308 der Buocher und Heinr. von Berge; sass schon 1307XII. 15. zu Gericht als der edel man Gerhart von Tüfen und amtet 1312-13 14 als Landrichter im Thurgau, hat 13 14 mit seinen eheli-chen Kindern Güter unter Tuffen, Zeuge noch 13 21 XII. 20. auf der Reichenau mit Bertholdus, Cuono und Cuonradus deGriffen-40 stain. Die Freifrau Anna von Tüfen, die 1330X. 31. und 13 3 9 Mitte Brachmonats (StAZür.,Töss 232) mit demGreifensteiner-Wappensiegelte und die im letzteren Jahr den Freiherrn Chün von Grifensthein Bruder nennt, wird die WitweGerhards von Hohentüfen gewesen sein (s. WR no. 144). Des seligen Freien Gerharts von T. TochterFreifrau Heilwig war verehelicht mit dem Freien Albrecht dem ältern von Stoffeln den man nennt vonMüntzberg; sie verkaufte zu Embrach am 14. IV. 1347 vor Ritter Joh. von Frauenfeld, Vogt zu Kyburg,
45 ihren halben Teil und all ihre Rechtung der Burg ze der alten Tüffen mit sämtlicher Zubehör an RitterLütpolt zum Thor als österreichisches Lehen und liess auch die Reichenauer und Rheinauer Lehen aufden Käufer übertragen (Rüeger II 975 n. 1). Ihre Schwester soll Küngunt gewesen sein, die ohne Ge-schlechtsnamen mit ihrem Gatten Ulrich von Utzingen 1344 XII. 21. urkundet und im Jahrzeitbuchevon St. Urban zum 8. VIII. genannt ist; deren Gatte, Vater Annas, vereh. mit Peter von Ebersberg, ist50 1378 X. 30. selig (StAZür., WettUrb., Hinteramt 161 ;s. Wöberl Sp. 221 f.). < Wappen: in weiss einsteigender roter herschauenderLöwe. Der Schild ist heute abgehauen und fast ganz verschwunden. Wiedergabe auf der Tafel irrtümlich nach der Erstausgabe,verbesserte Zeichnung aus AnzA IV Taf. 30 s. Abbildung. Das DEWb 136^ und Edlibachs erstes Wappen „de Tüffen" geben
HzLoch 98—101, Tafel XXXI 30 2 33