in rot einen herschauenden weissen Löwen mit gelben Klauen und roter Zunge, Tschudi den Löwen steigend und nicht her-schauend, als Kl. einen wachsenden weissen Schwan mit rotem Schnabel und roter Zunge, ebenso Stumpf 115v (393V, 432); beideweisen dieses Wappen irrig dem Hause Alt- bzw. Alten-Tüffen zu, nach Tschudi „fry von Tüffenstein, die auch genant sindt vonTüffen uß Türgöw, ligt under hochen TüfFen herab", nach Stumpf „Alten Tüffen, vor zeyten Tüffenstein geheissen, zwüschend5 Hindertüffen, Rorbiß und Hohentüffen, ist noch gantz". Ein Kl. der von T., die den herschauenden Löwen führten, ist aus gleich-zeitigen oder wenig Jüngern Darstellungen nicht bekannt, ebenso nicht von den von Tiefenstein (bad. BAWaldshut), von denenUlricus 1239 nobilis heisst, Freiherr Hugo 1301 V. 5. mit dem Schildbilde WR 33 (Schwan?) siegelt (UBThurg. IV no. 995) unddie Stammverwandte der freien Herren von Teufen sein mögen; der über originum des Abtes Caspar von St. Blasien 207 gibt denherschauenden Löwen weiss in rot (KvK I 256). Siegel: Hugos Schildsiegel zeigt einen aufgerichteten herschauenden Löwen;10 die Umschrift lautet wie in der Urkunde von 1272 ... DE SVPERIORI • TIVFEN, dieselbe Umschrift im Siegel seines BrudersGerhard (ZürchSA V no. 27 u. 28). Quellen: UBZürich, UBThurgau IV S. 19, Z-W ZürchB 372 (32), AnzG NF 15,246. (88
102 GRIESSEN, TANNECK oder ZUM TOR Dienstmannen, die den gleichen Schild führten. Nach Griessen ( Griessheim,bad. BA Waldshut) nannte sich erst ein Geschlecht von Edelfreien, von dem aber nur einige Namen bekannt sind: Witilo v. G.15 1050 (KvK), Hiltiboldus de Criseheim 1096 VI. 1. (QSchwG III 1 51, 137), nach 1106 Bernhardus de Griezheim, 1125 XI. 3. invilla videlicet Griezhain quidam homo nobilis nomine Bernhardus (das. III 2 50, 60). - Mit O(dalricus) miles de Griezheim et filiuseius D(iethelmus) erscheint 1229 die Dienstmannensippe; neben Ulrich werden gleichzeitig die Ritter Joh. und Wernher genannt,ein Ritter Joh. ist 1279 Lehnsmann der freien Herren von Gutenburg, Konrad (1303, 1315) 1305 BzWaldshut. Joh., Pfarrer zuSchwarzenbach bei Beromünster, starb am 19. IV. 1310, ein anderer Joh., Chorherr zu Beromünster und Pfarrer zu Neuenkirch,20 dann Dekan des Kapitels Sursee, am 11. V. 1335, und ein dritter Joh. war Pfarrer zu Hochdorf und 1325-1342 Dekan dieses Ka-pitels. Die Sippe verschwägerte sich auch mit dem aargauischen Adel, so mit den von Büttikon und Reinach, namentlich aber auchmit Geschlechtern von Schaffhausen, wo Herman 1358 Bürger ward. Zweige des Geschlechts sassen zu Altikon und Widen, hierwährend 5 Generationen, bis dieser Stamm mit Hans Marx i. J. 1506 erlosch, während eine andere Linie erst 1527 mit Rudolf, Vogtzu Landser und auf dem Schwarzwald, ausstarb; seine Gemahlin, eine natürliche Tochter Erzherzog Sigmunds, lebte noch 1536. ((25 Wappen: schrägrechts geteilt von gelb und blau (Kopie 1761, ZB I 81 und Kopie Hegi von weiss und blau); Kl. 2 wie der Schildgeteilte Büffelhörner, so DEWb 117 (weiss statt gelb, Hd. blau), ebenso Haggenberg 318; Grünenberg 179 gibt den Schild blau-gelb geschrägt, als Kl. einen weiblichen Rumpf wie der Schild geteilt mit 2 Büffelhörnern statt der Arme, das eine blau-gelb geschrägt,das andere blau, Hd. gelb-blau, vgl. Haggenberg 81. <( Siegel: Stauber Schloss Widen Siegeltaf. no. 7; derselbe Altikon, Siegel-tafel. Ritter Wernher v. G. siegelt 1363 VI. 15. mit Schildsiegel (StdtABaden: Urk. 100), Wilhelm 1452 IX. 28. mit Voll-30 wappen, Kl. Rumpf mit Hörnern (StAAargau: Königsf. 657). <J Quellen: KvK I 474 ff; Krieger I 755 f; E. Stauber SchlossWiden = Njbl Stadtbibl. Winterthur 1910; derselbe Altikon = Njbl Stadtbibl. Winterthur 1928 S. 11—18.
Nach Tanneck (bad. BABonndorf) nannte sich erst ein edelfreies Geschlecht, das zuletzt 1144 bezeugt ist, dann eine Dienst-mannensippe, die mit Erlewinus de Tannegge miles 1259 auftritt. Sie führte das angeblich schon von den Edelfreien angenommeneWappen, das genau mit demjenigen der von Griessen nach DEWb 117 übereinstimmt, ebenso Schildsiegel (vAlb. II 802).
3 5 Die zum Tor - wohl zu unterscheiden von den zum Tor in Basel und Schaffhausen, die ein offenes Tor im Schilde führten,
von den zum Tor aus dem Geschlechte von Kloten und den Winterthurer Bürgern d. N., Kammermeister der Herzoge von Öster-reich (WR 5 5 8)-sassen zu Regensberg, aufderFreudenauund später zu Tüfen. Sigifridusze dem Tor miles und Diethelmz. d. T. sind1279 X. 27. Zeugen bei den Freiherren von Regensberg, deren Dienstmannen sie sind, dominus Sivridus de Porta erscheint 1286als Zeuge in Waldshut; er urkundet 1289 V. 1. auf der Burg Neu-Krenkingen und siegelt. Am 6. V. 1320 ist er tot, seine Söhne40 sind Sigli und Johans, dieser 1320 V. 8. Chorherr in Zurzach, und wohl auch die Brüder Johans (1319-1327 VII. 15., hier Ritter,tot 1337 V. 12.) und Lütolt, die 1319 auf der Burg Balb erscheinen. Johans hatte von seiner Frau Verena (1337 V. 12.) 2 Töchterund 2 Söhne; die eine Tochter trat ins Kloster Gnadental, die andere heiratete den Brugger Bürger Johans Blüm (1345 VIII. 9.),von den Söhnen wird Wernher 1337 V. 12. genannt, Lütolt aber 1337 V. 12.-1364 VIII. 26. Sigli (1320 V. 6. und 8.-1340 XII. 8.) wird1327 XI. 9. als von Regensberg bezeichnet und ist 13 3 5 Bürge für die Brüder von Mandach, deren einer - Ulrich, Propst zu St. Thomas
4 5 in Strassburg - Oheim der Brüder Sifrit und Lütolt zum Tor heisst (1345 1.29.); diese werden daher Siglis Söhne sein. Sifrit ( Sigi,
1340 XI. 5.— 1380 VII. 28.) kaufte 1358 VII. 25. die Burg Rheinsfelden und sass zuletzt in Waldshut, Lütolt (1340 XI. 5.- 13 86II.11., tot 1396 X. 21.) erwarb die Burg Freudenau; Herzog Leupold III. bewilligte ihm 1376IV. 16., sie seiner 2. Frau Verena-die erstehiess Margaretha (1374 V. 29., 1375 III. 14.) -, Tochter Lütolts des Büsingers, zu verschreiben. Am 11. II. 1386 widersagte er denEidgenossen. Nach seinem Tode lieh Herzog Leupold IV.Freudenau 1396 X.21.Hansen zum Tor, weilent Luttolts vomTorsun,50 und Albrecht Büsinger, Bruder der Verena, der die Burg dann ganz erwarb (Belehnung 1412 V. 18.). Heinrich ze dem Tor hat1364 VII. 11. aus 1. Ehe mit Frau Mechthilt die Söhne Ulrich und Pantlian, aus 2. Ehe mit Frau Anna einen Sohn Johannes; jungherHentzli z. T. ein edel man, Tochtermann des Jkrs. Sigy von Gechtlingen, siegelt 1378 X. 11. mit dem schräggeteilten Schilde undist 1401 inEglisau sesshaft. Hans Heinrich, 1453 au ^ Goldenberg, kauft 1462 Tüfen und 1464 das Schloss Schollenberg. Kaspar lebt1468 wie sein Sohn Melchior 1476 in Frauenfeld. Hans Erhart und Urban zu Tüfen, Söhne Hans Heinrichs selig, seit 1479; Urban55 noch 1526, tot 1528, seine Tochter Barbara bis 1516, seit 1519 Gemahlin des 1528 seligen Hans Jakobs von Ulm, 1539 selig. In
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HzLoch 101—102, Tafel XXXI