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Die Wappenrolle von Zürich : ein heraldisches Denkmal d. 14. Jahrhunderts in getreuer farb. Nachbildung d. Originals mit d. Wappen aus dem Hause zum Loch
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97 UNBESTIMMT. C Wappen: in weiss ein blauer Zehnberg.

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9 8 HOFSTETTEN Dienstmannen der Grafen von Rapperswil, Lehenträger vom Stift Einsiedeln, der Grafen von Sax zu Misox undToggenburg, der Äbtissin von Säckingen, haben ihren Namen wahrscheinlich von der „Hofstete" bei Meilen (KtZürich). Sehr fraglichist die Zugehörigkeit des Zürcher Propsteichorherrn Burkhard von H. 1219, quondam 1333 II. 25., sowie eines Burkhard von H.

5 1212 und 1225, der kaum mit Burkart a der Hofstete in Zürich 1224 identisch sein wird. Stammvater wohl Heinricus ab der Hof-stete 1256, Zeuge unter Rapperswilern. Her Rüdolf der Hofsteter, Ammann von Wallenstadt 1280-1294 (1288 XI. 18. verschriebenin „Hofftere, der amman was ze Walastade"), 1294 VII. 25. erstmals „von Hofstetten", j 8. oder 10. II. 1298, vereh. mit Marga-retha (Jahrtag 17. III.). Wohl seine Söhne waren Ulrich genannt von H., Lehenmann des Abtes von Einsiedeln 1316 X. 21., undHeinrich, Ritter 1300 I. 28., letzterer wohl schon 1319 sesshaft auf Dübelstein, toggenburgischer Afterlehensträger 13 21. Gaudenz,10 Sohn Ritter Heinrichs, kam durch Verehelichung mit Margaretha, Tochter des Ritters Jakob Brun und Nichte des BürgermeistersRudolf Brun, in den zürcherischen Rat, 1350-1370, wurde aber wegen Verletzung des Amtsgeheimnisses abgesetzt. Seine Gattin,1347 VI. 13. Tochter der seligen Schwester (Elsbeth) von Wilburg von Esche (Tochter des Ritters Johs. von Esche, GattinJakob Marschalks von Zürich), gab 1348 XII. 22. die Erbschaft von ihrer seligen Grossmutter von Esche und den Pfandsatz aufder Burg Dübelstein usw. ihrem Gatten zu Leibding und ihren Kindern zu Erbe, lebt noch 1365 XII. 9. Gaudenz ist 137515 VIII. 20. sesshaft auf Tübelstein, 1376 VII. 2. Schiedsrichter an Stelle des Freiherrn Walter von der Altenklingen, trat 1378XI. 9. seine Fischenz und das Fach im Wasser Seez ob der Burg zu Flums an den Bischof von Chur ab. Er und wohl nichtschon sein Sohn Gaudenz erhielt 1384 X. 11. samt seinem Bruder Cünrat und dem Chorherrn zu Chur Philipp von Montfort,der ihn Oheim nennt, die im Bistum Chur gelegenen Lehen der Abtei Säckingen. Dieser Cünrat von H., auch Kunz oder Kunz-mann geheissen, 1391 Junker und Bürger zu Zürich, wurde nach 1399 Johanniterordensbruder zu Wädenswil und amtete da-20 selbst 1416/17 als Richter; Witwer der Regula Brun; Margaretha von H., Gattin Konrads von Laufen 1370-1374, war wohl dieSchwester der beiden Brüder. Der jüngere Gaudenz lässt sich in seinen ersten Jahren nicht genau vom gleichnamigen Vater unter-scheiden; so ist es ungewiss, welcher von beiden 1402 VII. 4. Vogt zu Windegg war. Mit dem vollen Wappen siegelt der jüngereGaudenz seit 1425, verbriefte 1428 VI. 20. der Äbtissin von Säckingen den Lehenseid für Mels und Vild, erneuerte 1431 IX. 25.das Bürgerrecht zu Zürich als Edelknecht, sesshaft auf der Burg Kempten, deren Herrschaft mit dem Unterküchenamte von25 Einsiedeln er durch Heirat mit Elisabeth, Tochter Heinrichs von Kempten, des Letzten des einst freiherrlichen Geschlechts, erhaltenhat (sie siegelt als seine Ehefrau 1417 I. 5.),liess 1438 das Herrschaftslehen Tscherlach, das er von den Grafen von Sax-Misox innehatte,in ein Kunkellehen umwandeln, damit es an seineTöchter vererbt werden konnte, 1441 VI. 21. Schwiegersohn des seligen Hans Ort vonMaienfeld, wurde im alten Zürichkriege gebrandschatzt und musste mit Schwyz undGlarus ein ewiges Landrecht eingehen; noch1451 VII. 9. auf Kempten, nennt den Ritter Johans Schwend Oheim, selig 1455 XII. 5. Von seinen Töchtern war Küngold mit30 Caspar Blarer verehelicht, Ita mit Hans Meis, Margaretha mit Heinrich von Hettlingen, eine weitere Margaretha mit Hans Stüssi,dem Sohne des Bürgermeisters Rudolf St., und Verena mit Diethelm Blarer, dem Bruder Caspars. Rudolf von H. 1428 III. 12.,siegelt 1429 III. 23. als St.Johannsordensbruder zu Tobel, 1442 I. 20. als Schaffner daselbst. Anna ist 1462-1469 als Priorin zuTöss ausgewiesen, 1469 II. 15. Base der Schwestern und Konventfrauen Magdalena und Elsy Stüssy, Töchter des sei. JohannsStüssy von Zürich, (j; Quellen: UBZürich und St. Gallen; Urk. Staats-A. Zürich; Zürcher Stadt- und Steuerbücher; Thommen35 I und II; MGNecr. I; Necr.Cur.; Reg. Pfävers u. Tobel; QSchwG XIII 213; Eidg. Abschiede I u. II; Wöber I—III; F.MeierGeschichte der Gem. Wetzikon 76; A. Müller Gesch. der Herrschaft u. Gem. Flums 146 ff; R. Hoppeler Offnungen I—II; KvKII 76 f bringt irrig obige von H. mit dem gleichnamigen badischen Adelsgeschlecht zusammen (1 Wappen: in rot zweigestielte weisse fünfblättrige Rosen mit grünen Kelchblättern (in Kopien 1761 und 1843 gelbe, sonst weisse Butzen). Schild aneinem Wappenkästchen des 14. Jhdts. aus dem Besitze Dr. Angsts im Schweizer. Landesmuseum: zwei grüngestielte fünfblättrige40 gelbbebutzte Rosen in rot. Dieser Darstellung entspricht der Schild bei Edlibach Wb, nur sind dort die grünen Kelchblätter aus-gebildet, Kl. auf gekröntem Helm rote Infel besteckt mit 2 weissen Kugeln und belegt mit der Schildfigur. Genau dieselbe Dar-stellung und ähnliche Bezeichnung bei Tschudi (Ms. Hegi) 247 für „die von Dübelstein in Zürichpiet, vor ziten Tübelnsteingenant" und bei Stumpf II 1 i6 v (404V, 462V). Der jüngere Wappenschild im Deutschen Haus, schräglinks geteilt von rot undweiss (ZB I 86 a ); schräggeteilt von weiss und rot im Erggel zum Steinhaus sowie auf dem Teppiche der Veronika von Hett-45 lingen aus der 2. Hälfte des 15. Jhdts. im Hist. Museum in Basel als Wappen ihrer Mutter Margaretha von Hofstetten (B. KurthBildteppiche Taf. 96a und 96b), ebenso auf früherer Wandmalerei in der Klosterkirche Rüti mit vollem Wappen: Kl vonweiss und rot schräggeteilte Mütze mit weisser Krämpe (MAGZ XXIV 224 [44] u. Taf. V). Tschudi (Ms. Hegi) 267 gibt blosserote Mütze mit weisser Krämpe, „ex sigillo arma et galea", „talis inWalistal uffem Grabstein". Stumpf II 123 (401,459) bringt2 Kl.: rechts wie Edhbach, links wie Tschudi (Krämpe jedoch pelzartig). Siegel: Rudolf von Hofstetten, Ammann zu Wallen-50 Stadt, führt 1294 zwei gestielte Rosen, Heinrichs Siegel von 1301 1.19. an einer Urkunde von Wurmsbach zeigt genau dasselbe Bild(Siegeltaf. VIII no. 31). Nach der wohl vor 1319 erfolgten Erwerbung der Burg Dübelstein nahmen die von Hofstetten dasledig gewordene Wappen der von Dübelstein an: Gudentz von H. siegelt 1363 VI. 12. u. 1369 III. 9. mit schräglinker Teilung desSchildes im Rundsiegel, 1375 VIII. 20.-13 99 II. 3. mit schrägrechter Teilung (Orig. im Landesmuseum), brüder Chüntzman von H.,richter ze Wediswile, mit schrägrechter Teilung 1416 II. 25. und 1417 XI. 6., ebenso Rudolf, Schaffner zu Tobel 14421. 20. (Abguss55 im Landesmuseum). Volles Wappen im Siegel des Junkers Gudentz von H. 1425 VIII. 2. und sesshaft zu Kempten 1451 VII. 9.:

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HzLoch 97—98, Tafel XXXI