die weisse Schnalle in blau geführt). ErstfW: die weisse Schnalle übereck gestellt, ebenso als Kl., besteckt mit 3 schwarzen Büschen.Im Bubenberghause (15. Jahrh.) die Schnalle wagrecht (HerArch XVII, Taf. VIII/IX no. 9). Ebenfalls in rot auf grünen Dreiberggestellte gelbe Schnalle mit aufrechter Zunge im EdlibachWb, Kl. fehlt auf dem gelbgekrönten Helm, Hd. rot-weiss. Blaues FeldimDEWb 122, bezeichnet „gräff von Wddeschwil" (I): Zunge der gelben Schnalle rechts gerichtet, Kl. das Schildbild besteckt3 mit 3 schwarzen Büschen, Hd. blau. Grünenberg 94 gibt für die Fry von W. am Zürichsee in blau die goldene Schnallelinksgerichtet und dazu 2 Kl.: 1. das Schildbild, besteckt mit 3 schwarzen Büschen, Hd. blau-gelb, 2. wachsende Jungfrau, derenblaues Kleid gelb gefüttert ist und die in den Händen je eine gelbe Schnalle trägt, Hd. blau-gelb. Blaues Feld auch bei Tschudi(Ms. Hegi) 431, der das Wappen als das „alte" der Freien von W. am Zürichsee bezeichnet, Kl. die weisse Schnalle mit 3 schwarzenBüschen, Hd. blau-weiss; daneben das „neue" Wappen derselben Freien von W. mit gelber Schnalle, die mit roten Steinen besetzt10 ist, 2 Kl.: 1. wachsender blaugewandeter Mann, der in den Händen je eine Schnalle wie im Schild, aber mit aufgerichteter Zunge,hält, 2. die Schnalle wie im Schild besteckt mit 3 schwarzen Büschen, Hd. blau-gelb; 461 der blaue Schild mit rechtsgerichteterweisser Schnalle. Stumpf i44 v (42i v , 479 v ) gibt nur 1 freiherrliches Wappen ohne Farbenangabe und dazu das angebliche von denHerren von Ringgenberg kommende Wappen der ganzen Gemeinde und besonders des unteren Dorfes Wädenswil, das mit Edli-bachs Wb übereinstimmt (in Edlibachs Chronik weisse oder doch wohl gelbe Schnalle in rot, für Richterswil weisse Schnalle in15 blau!); der Schild mit nach rechts gerichteter Zunge schon im Komtureisiegel von W. 1335 (ZürchSA XI 107, GenHdb I,Siegeltaf. XXVII 9), 15 30 übernommen von der Zürcher. Vogtei W. t Siegel: In den Siegeln ist die Schnalle nach rechts odernach links gerichtet, nur bei einem von Amsoldingen-Siegel (1391) aufgerichtet. ZürchSA II 28-30, V 23, VII 37, IX 19, 20;GenHdb Siegeltaf. XXVI-XXVII (mit den Siegeln der Herren von Amsoldingen), S. 413. Quellen: Literatur im GenHdbI 290 ff, 413 f; E. Schweikert Die deutschen edelfreien Geschlechter des Berner Oberlandes bis zur Mitte des XIV. Jahrhunderts,20 47fr.; Annales Fribourgeoises XV (1927) 48, 62; Neues Berner Tb 34 (1929) 46—65. [128
37 ESCHENBACH freie Herren = WR 214. Die Kopie 1761 hat den Schild weiss, ebenso die Pause von 1861. [129
3 8 WOLHUSEN freie Herren, benannt nach den beiden Burgen d. N. am Eingange des Entlibuchs zu beiden Seiten der Emme(KLuzern) bzw. nach der ältern auf dem rechten Ufer, dem Mittelpunkt der Herrschaft, die einwärts durch das Gebirge bis Schang-nau und Trub (KBern) und von Stans und Alpnach bis gegen Lungern (Unterwaiden), auswärts von Ruswil und Wangen nach25 Dietwil (KLuzern), ja bis an die Aare sich erstreckte. Abt Seliger von Einsiedeln (1070-1090, J 1099) soll dem Geschlechte ent-stammen, der vor dem Eintritt ins Kloster ein Kriegsmann war und Frau und Kinder hatte. Dann werden 2 Brüder genannt: Diet-helm, 1173-1184 Propst zu Beromünster, und Lütold 1184 I. 30., dessen Tochter Gepa den Vogt Arnold von Rotenburg heiratete,von dem das jüngere Geschlecht Wolhusen-Rotenburg abstammt. Stammvater dieser Sippe, die sich nach der Burg Rotenburg(KLuzern) nannte, soll Hupald gewesen sein, als Söhne desselben werden Walther (1130-1135) und Markwart (1143) genannt30 und als dessen Sohn der Vogt Arnold I. (1168-1182/3), Vater des Vogtes Arnold II. (1182/3-1234), der Gepa von Wolhusen zurFrau hatte. Von diesem gingen durch seine Söhne Walther und Markwart - die Schwester Gepa hatte Aimo von Montenach zumMann - 2 Linien aus: die ältere von Walther und seiner Gemahlin Udelhild (Adelheid) von Affoltern, die jüngere von Markwartund seiner Gemahlin Adelheid von Wädenswil. Markwart (1224-1281) war Pfleger des Reiches in Burgund, zu Zürich und Schaff-hausen (1249) und schrieb sich von Rotenburg (ebenso im Siegel); unter Kg. Rudolf war er Vertreter des Landgrafen im Aargau35 bzw. Landrichter im Aar- und Zürichgau; von seinen Kindern heiratete Ita den Gr. Hartman von Froburg und Arnold die FreiinAdelheid von Wart, ihr beider Sohn war Johans (1290-13 34), mit dessen Töchtern dieser Zweig erlosch. Von Walther (1224-1273),der zuerst als Rotenburg siegelte, dann, nachdem er mit seinem Bruder geteilt hatte, sich von Wolhusen nannte, ebenso im Siegel,aber über und unter der Burg noch „Rotenburg" anbrachte, stammt u. a. Diethelm I. (1264-1307), der die alte Herrschaft Wolhusenan Kg. Rudolfs Söhne verkaufte und auf der Burg Wangen sass. Von seinem Sohne Walther (1298-1323) stammt neben andern40 Söhnen und Töchtern Diethelm II. (1323-1388), Gemahl der Elisabeth von Ramstein, Witwe Rudolfs I. von Aarburg, und vondiesem Diethelm III. (1347-1386), dessen gleichnamiger Sohn (IV.), Hofrichter zu Zürich und Landrichter im Thurgau, als letzterdes Geschlechts nach 1437 starb. Wappen: in gelb eine rote zweitürmige Burg. So die ManesseHs (auch auf Fahne) für HerRüdolf von Rotenburg, der aber der Dienstmannenfamilie d. N. angehört (Abb. HerArch XLI 115), Uffenbach 31a und Grünen-berg 93; Richental 196 gibt dagegen den Schild weiss. Das Kästchen von Attinghusen bringt sowohl das Wolhuser als das Roten-45 burger Wappen, ersteres als rote Burg in gelb, Kl. vom roten Helm 5 speichenartig ausgehende rote Stäbe, aussen mit roten Sternenbesteckt; letzteres als rote Burg in weiss, Kl. auf goldenem Helm mit der roten Burg auf der Stirnseite eine rote Scheibe mit 2 weissenliegenden Lindenzweigen (Blätter herabhängend) in weissem rings mit Pfauenspiegeln bestecktem Bord (MAGZ XXI 134, 135 u.Taf. III). Das ErstfW 23 gibt die rote Burg in weiss (also Rotenburg), als Kl. einen gezinnten Turm. In der Kirche zu Ruswilwar ein Wolhuser Wappen mit einem roten Hut mit Hermelinstulp und Pfauenstutz als Kl. Grünenberg 93 gibt zwischen 2 weissen30 Bockshörnern einen schwarzen Spitzhut, oben mit Pfauenstutz, Hd. schwarz-weiss, Schnitt 32 eine gelbe Infel mit Pfauenstutzzwischen den Hörnern, Hd. rot-weiss, Stumpf II 200 (474, 530) ebenso. Die Kopie 1761 gibt den Schild weiss. Siegel:ZürchSA I 28, II 26, IV 17; Merz Urkk. d. Stdtarch. Zofingen Taf. IV 3, SisgB III 180 Abb. 93; Th. von Liebenau Die Frh. v.Rothenburg u. Wolhusen = JbAdler n. F. XIII Taff. I-II (zum Teil schlecht gezeichnet); MAGZ XXI Heft 5 Taf. III; RingholzEins. I 290; ein Siegel Johans v. W. couenther des closters ze sant Gallen und probst ze Brisgöwe, 1361 XI. 19. (zweitürmige Burg)
HzLoch 36—38, Tafel XXIX
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