Wappenschild und die Inschrift CHVNRAT-VON• SCHALKON. Herzog Leupold von Österreich nennt 131 5 V. 23. und1318 XI. 17. den Ritter Ulrich v. Sch. seinen Schenk, er lebt 1330 I. 19. und starb an einem 6. VIII. vor 1353, beerbt vonDiethelm von Windegga us der Gravenow und dessen Söhnen Ulrich und Diethelm. Wappen: gespalten von weiss undrot mit Hirschstangen in gewechselten Farben; der Schild in der Kirche zu Rüti gibt die Farben umgekehrt (MAGZ XXIV5 Rüti Taf. IV 4). Stumpf II 103 (38i v , 440V) hat als Kl. ein Hirschgeweih mit Rosen an den Zinken; es ist aus EdlibachWb ent-nommen: rote und weisse Hirschstange mit Rosen in gewechselten Farben; Tschudi 165 gibt beide Hirschstangen rot, rechtsmit weissen, links mit roten Rosen, Hd. rot-gelb. Die Darstellung der Kopie Hegi s. in der Abbildung. (J Quellen: UBZürich I—III, V-VI, IX, XI; Reg.epp.Const. I; MAGZ XXIV 220, 228; Z-W ZürchB 363; Urkundio I 182; StAZürich: Rüti162; MGNecr. I 574. [ I2 g
35 KÜSSNACH Dienstmannen der Grafen von Kiburg, dann Habsburg, benannt nach der Burg d. N. (KSchwiz). Zuerst 1234Ulric us miles de Chussenacho; seine Söhne werden sein Rudolf (1239-1263, 1256 Ritter) und Johans (1257-1282 Ritter, tot 1284),beide 1257 kiburgische Dienstmannen. Von Johans stammen Ritter Eppo (1282-1315), Ulrich (1282-1284, hier Ritter), Elisabethund Anna (1282-1314), Gemahlin Wernhers III. von Vilmaringen. Herr Johans gründete mit seinen Kindern 1282 zu Neuenkirchbei Sempach ein kleines Gotteshaus der Reuerinnen, wo später seine Tochter Elisabeth als Klosterfrau eintrat; die Grafen von15 Habsburg gaben als ihre Herren dazu Willen und Gunst. Von Ritter Eppo sind 5 Kinder bekannt; 2 Söhne Rudolf und Eppo sindwenig über ihre Volljährigkeit hinaus bezeugt, von den Töchtern heiratete Margaretha den Joh. I. von Kienberg und KatharinaUlrich II. von Iberg, Hartman (1296-1299 minder]., 1328 Ritter, lebt 1352) bekam so wie schon sein Vater die Vogtei Küssnachallein. Er ward 1347 BzLuzern und heiratete Margaretha, Tochter des Zürcher Bürgermeisters Rudolf Brun. Mit seiner TochterElisabeth, Gemahlin Egbrechts von Randenburg, starb nach 1382 das Geschlecht aus. (J; Wappen: in rot ein weisses Kissen. Im20 Pfälzer Wb ist der Schild weiss, das Kissen rot, mit 3 schwarzen Doppelstreifen gemustert, ebenso als Kl., Hd. weiss (HerArchXLII 36), desgleichen DEWb i3o v (Kissen mit Rautenmuster, an den Zipfeln mit Quasten, Kl. roter Breithut mit dem aufgerich-teten Kissen). Stumpf II 142V (420, 478) bringt das bequastete Kissen übereck im Schilde, Kl. fehlt. Schnitt 119 gibt in rot einweisses Kissen mit weissen Quasten, als Kl. einen roten Hut mit aufgerichtetem weissen Kissen mit roten Quasten, Hd. rot-weiss.Tschudi (Ms. Hegi) 352 hat das Kissen mit Quasten ebenfalls weiss in rot, als Kl. auf rotem Hut mit weissem Stülp das weisse25 Kissen mit roten Quasten, Hd. rot-weiss, 359 aber ein rotes Kissen mit Quasten in weiss. Und Cysat bringt aus einer Wappenfolgeim Schlosse Baldegg Schild und Kl. wie Schnitt, Hd. rot (HerArch XIV 98). Siegel: Siegeltafel VII no. 2; Gfd V Taf. I 1.<1 Quellen: GenHdb III 404 u. Stammt. 35 mit der weitern Lit.; KvK II 410 vermengt die verschiedenen Sippen d. N. [127
WÄDENSWIL freie Herren, Stammburg GRichterswil (BHorgen KZürich) mit dem Truchsessenamte des Stiftes Einsiedeln,zweites Herrschaftsgebiet im Berneroberlande die Vogtei oder Herrschaft Uspunnen (GWilderswil AB Interlaken KBern) mit der30 Kastvogtei über das Stift Amsoldingen am Thunersee (über den Titel advocatus oder Vogt vgl. E. Schweikert Die deutschenedelfreien Geschlechter des Berner Oberlandes 76 f.). Erstmals 1130 I. 22. (rückdatiert!) die Brüder Waldhere, Eberhardus undBurcardus. Ihres wahrscheinlichen Bruders Rudolf gleichnamiger Sohn gewann durch seine spätestens 1224 erfolgte Verehelichungmit Ita aus dem freiherrlichen Geschlechte von Uspunnen dessen Herrschaften im Berneroberland; Ita war die Tochter Burchards,des letzten Freien von Uspunnen und der Lucardis von Eschenbach. Von seinen drei Söhnen Walther, Rudolf und Konrad heisst35 der erstere nur bis 1246 (Reichs-?)Vogt von Uspunnen, während Konrad, der mit ihm 1247 als fassallus imperii erscheint, die Be-zeichnung von Uspunnen wenigstens im Siegel noch weiterführte und daher wohl als eigentlicher Herr von Uspunnen anzusehenist. Walther entsagte mit Zustimmung seiner Söhne, des Propstes Heinrich von Amsoldingen, Arnolds, Marchwards, Berchtolds,Conrads und Johannes von W. 1271 der von den Freien von Uspunnen auf ihn vererbten Kastvogtei Amsoldingen in die Händedes Propstes. Dieser gründete die Seitenlinie der nicht freiherrlichen Herren von Amsoldingen, die in blau die weisse Schnalle40 weiterführten, Bürger von Thun, Spiez, Bern und Freiburg sowie Herren zu Stocken wurden und nach 1500 mit Rudolf von A.,Seckelmeister zu Thun, erloschen. Propst Heinrich hat 1273 mit seinen Brüdern die von ihm mit Lücardis von Uebeschi erzeugtenKnaben - nostros maneipios - aus der Leibeigenschaft - a jugo nostro servitutis — befreit und zu liberti = Freigelassenen gemacht.Walthers Bruder Ritter Konrad ist 1263-1264 (65 ?) Schultheiss zu Freiburg und 1277 ballivus regis. Seine beiden Söhne, die RitterArnold und Walther, waren Herren zu Frutigen und Mülinen; mit Arnolds einzigem Sohne Johans starb vor 29. IX. 1335 die45 Berneroberländerlinie aus; Teile der Herrschaften gelangten durch Erbtöchter Konrads an die Freien von Eschenbach und vonWeissenburg. Der mittlere Bruder Rudolf, auf Wädenswil, hatte nur Töchter, von denen drei sich mit Angehörigen der Dienst-mannenges chlechter von Hünoberg und von Büttikon verehelichten, eine vierte wohl mit dem Freien Ulrich von Rüssegg. Mitseinen Töchtern verkaufte Rudolf 1287 VII. 17. die Burg Wädenswil mit Zubehör an das Johanniterhaus Bubikon, behielt sich aberfür sich und seine Gattin Anna (von Bürglen) das Nutzniessungsrecht vor. Unsicher aber möglich ist der genealogische Zusammen-50 hang mit einer Gruppe von (geistlichen) Personen, die nach Wädenswil benannt sind (GenHdb I 317 f). Wappen: in blau eineweisse Gürtelschnalle, deren Zunge nach rechts gerichtet ist. Die Annahme Zellers, das blaue Feld sei von der zürcherischenStammlinie, das rote von der Berneroberländer Linie geführt worden, lässt sich nicht durch sichere zeitgenössische Quellen alsrichtig erweisen. Doch ist das Vorkommen des blauen Schildes im HzLoch in Zürich und des roten Schildes in den Wappenfolgenzu Erstfeld und im Bubenberghause in Bern auffallend (immerhin haben nach dem Hist.-biogr. Lex. die Herren von Amsoldingen
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HzLoch 34—36, Tafel XXIX