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Die Wappenrolle von Zürich : ein heraldisches Denkmal d. 14. Jahrhunderts in getreuer farb. Nachbildung d. Originals mit d. Wappen aus dem Hause zum Loch
Entstehung
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grafen Otto von Steveningen (Steffling) aus dem Hause der Burggrafen von Regensburg, 5.1. 1168/69 Witwe des Grafen (Cuno)von Baldern, eines Grafen von Lenzburg und Reichsvogtes zu Zürich (AnzG V 4, 43; GenHdb I 61; M. Mayer Gesch. der Burg-grafen von Regensburg 45, 84). Ein Cuno de T. tritt seit 1218 XI. 23. in der Umgebung Kaiser Friedrichs II. auf, 1235 oder 1236vom Kaiser zum Prokurator in Burgund bestellt, heisst 1272 IX. 23. C. senior de T., lebt noch 1277 VI. 4.; seine Gattin und alle5 seine Kinder 1272 und 1273, seine SöhneDiethelm 1264—1277 undHugo 1269-1277 (st.gall. Vögte zu Waltistal), et aliis heredibusmeis tarn masculis quam feminis 1272 XI. 14., Vormund seiner angeblichen Nichte Mechthild von Wartvereh. von Windegg1268. Als Söhne eines ungenannten Bruders von Cuno und Teilhaber an seinen Lehen erscheinen 1258/59 Uolricus und Hugo de T.Wernher ist offenbar Cunos älterer Bruder, beide machen für sich und ihre Eltern 1219 eine Seelenheilstiftung ins Kloster Rüti undheissen 1219 V. 6. milites, 1254IV. i7.1iberi. Dieser Wernher wird identisch sein mit dem Minnesänger dieses Namens (ADB 37,611;10 Oechelhaeuser II 159 f; Ährenlese Nr. n-12). Berchta von T. ist 1244-1291 Stiftsdame der Abtei Zürich. Entgegen F. R. Wey DieDeutschordens-Kommende Hitzkirch 19 ff wird der frater Cuonradus de T., „advocatus" und „fundator" der Kommende Hitzkirch,nicht identisch sein mit dem obigen Cuno, sondern mit dem frater Cuno deT. 1247 V. 21. (ZGOR 28 S.28).H.et C. de T. 1243 VI. 23.und Chrafto et Henricus et Nicolaus de Tuffen 1254 (vor 24. IX.), C. et N. nobiles de Tufin 1256 (vor 24. IX.), Nicolaus de T. nobilisnoch 1258/59. Ein H. de T. 1282 zu Einsiedeln, 1284 ohne Vorname Küster und 1290 als senior Mönch daselbst, wird von Ring-15 holz 123 als Heinrich erklärt. Ita,Tochter des Freien Hugo von T., ist 1263-1269 mit dem Ritter und Freien Johannes von Wetzikonverehelicht und vergabte 1268 einen Grossteil ihres Erbes an das Kloster Kappel; ihr Vater wird identisch sein mit dem Sohnedes Cuno, also der Stammlinie von Alttüfen angehören, wie ja auch die vergabte Vogtei Berg vonAlttüffen abhing (A11ZG1917,248). Die Burg Alttüfen muss hernach an die jüngere Linie zu Hohentüfen gelangt sein, denn 1347 verkaufte Heilwig von T. ihrenAnteil an der Burg ze der Alten Tüffen an Ritter Lüpolt zum Thor, dessen Vater Kammermeister Johans bereits 1314 die Burg20 Tüfen (= Hohentüfen?) von Österreich erhalten hatte, als durch den Tod Hugos von T. ledig gewordenes Lehen (WR 101).

Wappen: in rot auf einem Helm wachsende, die Flügel reckende weisse Gans; irrig sind die Flügel am Helm angebracht. In derManesseHs hat die Gans auf goldenem Helm im Schilde wie im Kl. goldenen Schnabel; dieser hat mehr die Form eines Adlerschnabels(Zangemeister Taf. XV, 2). Das Vollwappen in der ManesseHs und die Siegel beweisen, dass es sich beim Schildbild um Herüber-nahme des Kl. in den Schild als selbständige Figur handelt. Das DEWb x 3 6 r und Edlibach geben als 2. Wappen de Tüffen in rot eine25 ganze weisse gelbbewehrte Gans, ohne Kl., Wb Leu 119,18 mit roten Füssen, Tschudi (Ms. Hegi) 403 im weissen (farblosen) Schildeine weisse Gans, als Kl. die Gans auf einem weissen (farblosen) Kissen mit zwei Quasten, ebenso Stumpf II 193 V (393 v, 45 2 ) ex sigillo;beide beziehen dieses Wappen auf Hohentüfen zwischen Berg bzw. Radegk und Alten Tüffen; hieher wohl auch das Wappen vonTüffen I 260. Ganz irrig ist die Gans schon als Schwan angesprochen und dem Geschlechte das Wappen der WR 442 zugehaltenworden, so noch von Oechelhaeuser Miniaturen II 160. «1 Siegel: die vier Schildsiegel Kunos (ein 1. Typus 1259 —1275,30 ZürichSA III no. 18, ist zu unterscheiden von einem 2. Typus mit grösserer Schildfigur von 1276 [StiftsA St. Gallen, Abgussim Landesmuseum]), Diethelms 1273/82 und Hugos 1282 (Diethelm und Hugo haben 1274 X. 24. kein eigenes Siegel) zeigen dasKl. als offenbares Schildbild, wobei das Siegel Hugos anscheinend einen Lappen am Kopf aufweist, so dass man in diesem Fallan ein Huhn oder einen Hahn zu denken hätte (ZürchSA III 18, IV 16, V 26; Ganz Taf. VIII 1). <1 Quellen: UBZürich, UBSt. Gallen, UBFürstenberg I 150, V347,539b,VII242, FRB II 32,143, Huillard-Breholles II 294, HabsbUrb.,MGNecr.I, GfdXI 102,35 Rüeger II 1007 f, Z-W ZürchB 371 (31), AnzG V 3 ff, 43 f, ZürchTb 1883, 209 ff; Zimmer. Chronik I 165; Kopp bei Wöber I Sp. 233;F. R. Wey Die Deutschordenskommende Hitzkirch 19 ff. — Etwelche Anlehnung an dieses Schildbild scheint beim gleichnamigenSchaffhauser Bürgergeschlechte vorzuliegen, das sicher seit 1259 bis tief ins 15. Jhdt. hinein daselbst und dann auch in Konstanzund Lindau nachweisbar ist. Ihm gehört dem Wappen nach (2 Doppelflügel) Johann von Tieffen an, 1489-1497 Hochmeister desDeutschen Ordens („Oberländ. Geschichtsblätter", Jahrbücher des oberländ. Geschichtsvereins hg. von Hugo Bonk III (1913)40 741 ff; Einzelschriften der Histor. Kommission für ost- und westpreuss. Landesforschung 1 (1926) 78 f; vgl. AnzG 1887 S. 4, 44).<1 Wappen: im weissen Schild ein schwarzer Doppelflug (die Konstanzer von T. angeblich nur Flug), ausgewiesen durchSchildrundsiegel Conrads 1361 und Wilhelms sowie durch das Vollwappen Conrads 1437 und 1439 VIII. 23. (Hardersche Slg. imLandesmuseum; StAZürich, Privaturk. 9 und Stadt u. Land 2096), anscheinend schon im gespaltenen Schilde von Johans 1310(ZürchSA IX no. 110); Kl. Vogelkopf mit scharfem Schnabel (Rüegers Herausgeber spricht von einem Huhn), so in den Siegeln45 Wilhelms 1313, 1321, 1346 (ZürchSA IX no. 109, UBThurg. IV S. 445 und Hardersche Slg. im Landesmuseum). Dagegen PetersSiegel 1301 mit ganz anderem Schildbild bei Wöber II B 6. Über die schaffhausischen von T. s. Rüeger, URegSchaffhausen,UBZürich, KvK I 218, Genealogia Lindav. IV, Bensberg (rot in gelb, Kl. Straussenfederbusch, Hd. rot-gelb). [125

3 4 SCHALCHEN Dienstmannen der Grafen von Kiburg, benannt nach Sch. (GWildberg BPfäffikon KZürich).

Meister Chünradus de Schalchon ist 1223 I. 13. und V. 25. Chorherr zu Embrach, ward 1238 in zwiespältiger50 Wahl zum Bischof von Chur gewählt, heisst 1244 Domherr zu Konstanz, 1252 Chorherr zu Zürich und1254 Magister. Walther v. Sch. tritt 1232 VIII. 28. auf, unter Kiburger Dienstmannen 1241, heisst 1245fidelis der Grafen, 1250 ministerialis Gr. Hartmans d. ä. und hat 1250 X. 25. einen nicht mit Namen genanntenBruder, er selbst wird als nobilis miles senior de Schalkun betitelt. Ein anderer Walther — er steht fast amSchluss der Zeugenreihe — erscheint 1257, gleichzeitig Chünrat v. Sch., der 1257 den ältern Gr. Hartman5 5 seinen Herrn heisst; er ist 1281 und 1288 Ritter. Sein Grabstein wurde 1846 in Rüti gefunden, er trug den

HzLoch 33—34, Tafel XXIX

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