2 2 BALDEGG Dienstmannen = WR 187. Auch hier erklärt sich die Stellung des Wappens unter edelfreiem Adel durch die hervor-ragenden Dienste, die das Geschlecht dem Hause Habsburg geleistet hatte. Das Wappen wiederholt HzLoch 56.
23 BUSSNANG freie Herren s. WR 57. Das Wappen findet sich auch im kleinen Leipziger Wb 65, im Berliner WB 130, bei Schnittig(in blau 2 gelbe Sparren, Kl. blauer Schwanenhals mit gelben Flügeln, gelbem Schnabel und roter Zunge, Hd. gelb-blau) und bei
3 Tschudi (Ms. Hegi) 292 (Schild Griessenberg, Kl. Bussnang), dazu ein Bussnang überschriebener Schild: dreimal gesparrt vonblau und weiss!). Heinrich Bussnang, BzKonstanz, führt im Siegel 1378 den freih. Schild (vWeech Siegel II 43 no. 11). Kopie1761 gibt weiss statt gelb. j- u g
24 UNBESTIMMT in weiss ein rotes lateinisches Kreuz. Das Jerusalemskreuz stimmt in der Darstellung bei CvMure9 mit diesemSchild überein, s. WR no. 18. Doch verbirgt sich hinter ihm wohl der Vertreter eines Ritterordens. Ein solcher der gerade um
10 diese Zeit in Anklagezustand versetzten Templer, die auf w. Mantel das rote achteckige Kreuz führten, wird für die Gegend umZürich nicht leicht festzustellen sein; derTemplermeister Ulrich zu Höningen in den Rheinlanden führt 1303 nur sein Geschlechts-wappen. Eher dürfte es sich um einen solchen des Ordens der Johanniter handeln, deren Ritter im Kriege statt des schwarzenMantels mit dem weissen achtspitzigen Kreuze seit Papst Alexander IV. (1254-1261) einen roten Waffenrock mit weissem Balken-kreuze führten (fehlt imHerArch XXIV 51 u. JbAdler n. F. 19 S. 5 2 f.). In diesem Falle läge eine Farbenverwechslung vor wie bei15 HzLoch no. 4. Dabei liesse sich in erster Linie an den Grafen Hugo III. (I.) von Werdenberg-Sargans denken, 1294 Johanniterkomturzu Feldkirch und Überlingen, seit 1300 Komtur zu Bubikon und 1302 Statthalter und Präzeptor des Johanniterordens durch Deutsch-land, Böhmen und Polen, seit 1322 Komtur zu Wädenswil, f J 33 2 (GenHdb IS. 197 no. 13, ZürchSA VII no. 8 und XI no. 105).Flugo führte nur sein Geschlechtswappen, die Montforterfahne, im Komtureisiegel für Bubikon (und Wädenswil), wie sonstauch die Angehörigen der drei Ritterorden (HerArch XXIV 1910, 49 f); die Meister- oder Konventsiegel zeigen das Haupt Jo-20 hannes des Täufers bzw. im Komtureisiegel von Wädenswil den Schild der freien Herren von Wädenswil und über diesem denJohanniterordensschild mit durchgehendem Kreuze (ZürchSA V no. 71 [irriger Hinweis auf VI no. 3] und XI no. 106 u. 107;GenHdb I, Siegeltaf. XXVII no. 9). L'auntient oder baucent [=Banner] der Templer und des Hospitals in der englischen Rolles. Archaeologia 39 S. 381, bei Matthäus Paris, s. JbAdler n. F. 19 S. 53. [nj
2 ^ WINTERBERG freie Herren = WR 497. Auch hier hat der Maler die25 Farben verwechselt. Die Kopie Hegi gibt das Wappen anders: im Schildhauptedes weissen Schildes zwei schwarze rotgerandete, an den obern Schildrandstossende Berge, darunter ein schwarzer Sechsberg, dessen einzelne Berge weissgerandet sind. Vgl. die Abbildung. ZB I 78 drei schwarze Berge mit roten Kon-turen. In der Aulendorferkopie der WR erinnert die Form der Dreiberge etwas30 an diese Variante, vgl. die Abbildung. Schild W. mit den drei weissen Sechs-bergen in schwarz auch in MGNecr. V 243. [114
26 NELLENBURG Grafen = WR
47-
[113
Kopie Hegi
Aulendorferkopie
2 ~J Schild leer, bzw. Figuren nicht mehr erkennbar.
28 WERDENBERG -Sargans Grafen = WR 33 ff.
29, 3®» 3 1 Schilde leer, bzw. Figuren nicht mehr erkennbar.
[112
in
[110-108
BALKEN VI Lichtseite (alt 134—124), s. TAFEL xxix
42 41 40 39 38 3732 HEIDEGG Dienstmannen = WR 402. Die Kopie 1761 gibt den Schild weiss.
3 3 TEUFEN freie Herren; Stammburg Tüfen oder Alttüfen im Gegensatze zum jüngeren Hohentüfen (HzLoch 101) (GFreiensteinBBülach KZürich). Der locus Tiuffen nominatus wird schon 890 erwähnt, betrifft aber wohl Niederteufen, wo die Abtei Reichenau40 noch im späteren Mittelalter Lehen besass. Hoch de Tuffin 1116, Hugo de Tufen 1144 VII. 8. (Rüeger II 1008 n. 2). Chuono oderCuono de T. 1188, vielleicht noch 1209, dürfte identisch sein mit Chuno de Tieufen, dem zweiten Gemahle der Tochter des Land-
2l8
HzLoch 22—33, Tafel XXIX