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Die Wappenrolle von Zürich : ein heraldisches Denkmal d. 14. Jahrhunderts in getreuer farb. Nachbildung d. Originals mit d. Wappen aus dem Hause zum Loch
Entstehung
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217
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16 RAPPERS WIL freie Herren, dann Grafen. Sie gehen weiblicherseits auf die Freien von Uster 2urück, die ihrerseits Nachkommeneiner unehelichen Tochter des Weifen Eticho waren. Zuerst erscheint Ulrich I. 1114 als Vogt des Kl. Einsiedeln, dann Rudolf I.ebenso 1143, Gebezo 115 3 und Ulrich II. 115 5; der folgenden Generation gehören u. a. Guota, Gemahlin Diethelms I. von Toggen-burg, Ulrich III., Abt zu Einsiedeln (1192 j" 1206), und Rudolf II. an, mit dem die sichere Stammfolge beginnt. Von seinen Söhnen5 nannte sich Ulrich V. 1223 von Griffenberg, Heinrich II. Wandilber (1215-f 30.1. 1246), Gemahl der Gr. Anna von Homberg,war Stifter des Kl. Wettingen, Rudolf III. setzte den Stamm fort. Seine Tochter Adelheid heiratete Walther III. von Vaz, der SohnRudolf IV. (1229-t 27. VII. 1262) nannte sich seit 1233 III. 8. dei gratia comes (als solcher I.), ohne königliche Verleihung. Seine1. Gemahlin ist unbekannt, die zweite war Mechthild von Neuffen (313). Die Tochter 1. Ehe Anna ward Gemahlin Hartmans d. j.von Kiburg, von den Kindern 2. Ehe heiratete Elisabeth (1261-j" 10. IV. 1309) erst den Gr. Ludwig von Homberg (f 1289), dann10 Gr. Rudolf III. von Habsburg-Laufenburg (f 1315), der Sohn Rudolf II. starb am 15.1. 1283 kaum 20jährig als letzter des Ge-schlechts. Wappen: ursprünglich eine rote Rose mit gelbem Butzen grüngestielt in weiss ; Kl. auf gekröntem Helm die Rose,so auf dem Grabstein des Heinrich Wandilber in Wettingen (AnzA IVTaf. 16), bei EdlibachWb 146V (nur Schild, gelb statt weiss),Grünenberg 87 (Graf von Wandelberg, Stifter zu Wettingen: Rose gestielt mit 2 grünen Blättern in gelb, ebenso auf dem ge-krönten Helm, Hd. grün), Schnitt 31 (rote grüngestielte Rose mit 2 Blättern in weiss, Kl. wie Grünenberg, Hd. rot-weiss) und15 Tschudi (Ms. Hegi) 97 (Schild gelb, Hd. gelb-rot); später - aber noch vor Annahme des Grafentitels - 3 (2, 1) rote Rosen in gelb,so CvMure 33 (zu lesen: nostro concinnus honore), Kl. 2 aus einer Brust wachsende weisse Schwanenhälse mit roten Schnäbeln(AnzA IV Taff. 9 u. 16, HerArch VI Taf. 3, SGallNjbl 1908), entsprechend dem Vazer Kl. (50); es ging dann auf die Grafen vonHomberg (44) und Habsburg-Laufenburg (63) über (mit oder ohne Ringe in den Schnäbeln). Der Schild auch in der englischen WRc. 1280 (le counte de Rampsvile: d'or a treis rosers, sur checune roser une rose, chekune roser verte; Prinet 237). Das DEWb 12220 bringt den neuen Schild mit dem alten Kl., Grünenberg 85 b gibt denselben Schild, als Kl. eine wachsende Jungfrau, rotgekleidet,mit gelben Haaren, in jeder Hand eine Rose haltend, Hd. rot-weiss, Schnitt 52 in weiss 3 (2, 1) grüngestielte und beblätterte Rosen,als Kl. auf gekröntem Helm eine gestielte Rose, Hd. rot-weiss. Stumpf II 139 (416 V , 474 v ) hat das alte und neue Wappen. ZB I 76gibt weisse, Kopie Hegi gelbe Butzen. - Die Marschalken von R. führten in schwarz eine weisse grüngestielte Rose, als Kl. einenSpitzhut, oben mit Kugel besteckt, gespalten von schwarz und weiss (so in der ManesseHs). Die Stadt R. nahm 2 Rosen in den25 Schild, ins älteste Siegel auch noch den Helm mit Kl. zwischen die Rosen (ZürchSA VIII 64, X 83), später nur die beiden Rosen,auf dem Schild eine Krone mit Pfauenstutz (Seyler 199, MAGZ XIII Taf. 1). Siegel: F. Gull Die Gr. v. R. = HerArch VI 9-19;ZürchSA I 21, 22, II-III weitere Nachweise, IV 6, V 5. 6, VII 3. (j Quellen: GenHdb I 63-67 (mit d. ält. Lit., dazu noch Forsch,z. dtsch. Gesch. XIII 80); M. Schnellmann Entstehung u. Anfänge d. Stadt R. 1926; betr. Grafentitel vDungern Adelsherrschaftim Mittelalter 1927 S. 20. [106

I ~J LANDENBERG Dienstmannen = WR 118, mit Schildfessel. Dass dieses Wappen mitten unter den hohen Adel kam, erklärtsich aus der hervorragenden Stellung Hermans II. von Landenberg-Greifensee, der von Kg. Rudolf seinem Sohne Albrecht beider Erhebung zum Herzog als Berater beigegeben ward, bei Göllheim für Kg. Albrecht kämpfte und seit 1282 bis zu seinem Todeösterreichischer Marschall war. [107

BALKEN V Lichtseite; nicht mehr erhalten, die Schilde nach der Erstausgabe (alt 121—108), s. TAFEL XXIX

18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31

18 PFIRT Grafen = WR 59, HzLoch 51. ZB I 78 hat gelbe Barben in rot, Kopie Hegi rote Barben in weiss, Kopie 1761weisse Barben in rot. [ IZI

19 UNBESTIMMT. Der Schild - in gelb ein aufgerichteter schwarzer Löwe - könnte an sich Hegi oder Hugelshofen sein (WR 281,282), allein der Einreihung nach ist der Inhaber im Elsass zu suchen und zwar unter den Dynasten. RedinghovenWb bezeichnetden Schild als Alt-Barr; diese Herrschaft war damals den freien Herren von Ochsenstein verpfändet. Die Kopie 1761 gibt den

40 schwarzen Löwen in weiss, in Kopie Hegi ist er rotgezungt, nicht aber ZB I 78. [120

20 RAPPOLTSTEIN freie Herren = WR 191. ["9

21 Schildbild nicht mehr erkennbar. [118

HzLoch 16 —21, Tafel XXIX