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Die Wappenrolle von Zürich : ein heraldisches Denkmal d. 14. Jahrhunderts in getreuer farb. Nachbildung d. Originals mit d. Wappen aus dem Hause zum Loch
Entstehung
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216
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4 KONSTANZ Bistum = WR XIV, trotz der Form des Kreuzes und den verwechselten Farben; denn offenbar folgen sichDeutsches Reich, Hauswappen des Königs, Bistumswappen des Kanzlers, Wappen der Diözese und des MetropolitanbistumsDamals war Heinrich von Klingenberg Bischof zu Konstanz, gewesener Kanzler Kg. Rudolfs, ein treuer Anhänger der Habs-burger (WR xi 6). [ 94

3 MAINZ Erzbistum = WR III (mit umgekehrten Farben und einem Mühlrad statt des üblichen Rades). Erzbischof und Erz-kanzler Gerhard II. v. Epp(en)stein starb am 25. II. 1305, worauf sich die Domherren über seinen Nachfolger nicht einigenkonnten. Der Sedisvakanz, in die offenbar König Albrechts Besuch in Zürich fiel, benutzte Papst Clemens V., um ihr auf demWege der Provision ein Ende zu machen. Er wählte den Basler Bischof Peter von Aspelt, gewählt 10. XI. 1306, bestäügt vonAlbrecht 15. VIII. 1307. Gerhard II. wie P. von Aspelt waren entschiedene Gegner des Königs. ^

6 SALZBURG Erzbistum (schwarzer aufgerichteter rotgezungter Löwe in weiss, eher als in gelb, jetzt kaum mehr Einzelheitenzu erkennen, in rechter Schildhälfte anscheinend schwarzer Vertikalstrich) == WRIV (rechte Schildhälfte). Der damalige Erz-bischof Konrad von Fohnsdorf war ein treuer Anhänger des Königs.

~J HOHNSTEIN Grafen. Trotzdem sie ausschliesslich einen zwölffach (3 X4) geschachten Schild führten (Posse WettL IV 9 ff),j geben die Wappenbücher viel mehr Teilungen, so Richental 192 5 X7 Plätze (rot-weiss), Grünenberg 78b 6x7 Plätze (weiss-rot),

15 Tschudi (Ms. Hegi 333 u. 456) aber 3 X 5 Plätze, nur Schnitt 2o v richtig 3X4. Der Maler wird wie bei den vorangehenden Wappenungenügende Kenntnis davon gehabt haben. Stammsitz des Geschlechts war die Burg d. N. (preuss. Provinz Sachsen). Gr. Elgerusvon Bilstein, Gemahl der Bertradis Gr. von Kirchberg, hatte zum Sohn Elgerus II., der durch seine Ehe mit Lutradis von Hohn-stein, Tochter des Heseke comes in Honstein, die Grafschaft Hohnstein erhielt und sich 1162/89 comes de Honstein nannte; vonseinen Söhnen ist Friedrich Stammvater des Hauses Stolberg, Elgerus III. setzte den Stamm H. fort. Sein Enkel Heinrich II. er-

20 warb die Grafschaft Klettenberg, dessen Großsohn Heinrich IV. nahm die Helmzier der Grafen von Klettenberg - 2 Hirschstangen -an. In der 9. von ihm abstammenden Generation erlosch das Geschlecht mit Juliane J 1633, ihr Vater Ernst VI. starb 1593.Wappen: 6X7 von weiss und rot geschacht, ebenso Kopie Hegi, ZB I 76 aber nur 6 statt 7 mal geteilt. Quellen: PosseWettLIV 9-13 (mit Stammtafeln), Siebm. II 6 74. [97

8 UNBESTIMMT. <1 Wappen: in blau eine weisse zweitürmige Burg. Die Berner Freiherren von Weissenburg führen rot

23 statt blau. [98

9 WÜRTTEMBERG Grafen = WR 46.

[99

10 HEWEN freie Herren = WR 73. Untere Schildhälfte weiss wie bei DEWb 27, in ZB I 76 u. Kopie Hegi aber gelb. [100

11 VAZ freie Herren = WR 50, HzLoch 157. In Kopie 1761 ist der Schild gespalten, vorn rot, hinten blau-weiss in 3 Reihengeschacht. [101

I 2 STRÄTLINGEN freie Herren; Stammsitz die Burg d. N. (BThun KBem). Das Geschlecht tritt 1 175 mit Heinrich I. auf; wohlsein Sohn ist Joh. I. (1216-1224), Gemahl einer Schwester Heinrichs von Rapperswil gen. Wandelbere; die Sippe erlischt nach4 Generationen mit Heinrich IV. (1312-1347, f vor 16. II. 1348), Herrn zu Mannenberg und Laubegg, Gemahl der Marmeta vonGreyerz, im Mannsstamm und mit Anna (f um 1401), Gemahlin Ulrichs von Erlach, überhaupt, (j; Wappen: in rot eine gelbePfeilspitze bzw. ein gelber Pfeil schrägrechts; Kl. 2 mit roten Rosen besteckte gelbe Hirschstangen. Das Wappen im HzLoch3 5 gibt die Pfeilspitze weiss, allein heute sind gelb und weiss oft nicht mehr auseinanderzuhalten, übrigens findet sich auch in andernWappen weiss statt gelb. Die ManesseHs hat in gelb eine rote Pfeilspitze. <£ Siegel: GenHdb I Taf. 23 no. 1 -7. <1 Quellen:GenHdb I 263 ff, 414, III 407; Festgabe der Allg. geschichtforsch. Gesellschaft d. Schweiz dargeboten vom Hist. Verein Bern 1905S. i ff. - Einen ähnlichen Schild aber mit gewechselten Farben führten die freien Herren von Strahlenberg (bad. BAMann-heim): in gelb eine rote Pfeilspitze schrägrechts, als Kl. eine weisse aufgerichtete Pfeilspitze, mit 7 (5) Pfauenspiegeln besteckt,40 Hd. rot-gelb (so Schnitt 4o v , Siebm. II 102, vgl. vAlb. II 780, Krieger II 1103 f). [102

13 NEUFFEN freie Herren = WR 313. ZB I 76 hat schwarze Schallöffnungen mit weissem Rand, Kopie Hegi umgekehrt,Kopie 1761 den Schild weiss. Das Original hat schwarze Bänder, Kopie Hegi und ZBI rote. [103

14 FROBURG Grafen = WR 48. Kopie 1761 Adler gelb in weissl [104

HOMBERG Grafen = WR 44. Vorzeichnung mit roten Umrissen. In Kopie 1761 nur 1 Adlerl [i°5

2l6 HzLoch 4—13, Tafel XXIX