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Die Wappenrolle von Zürich : ein heraldisches Denkmal d. 14. Jahrhunderts in getreuer farb. Nachbildung d. Originals mit d. Wappen aus dem Hause zum Loch
Entstehung
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LXXXIII
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Ende höher; dort sind die Schilde länger und besser erhalten, sonst etwas geschwärzt, und die Farbe ist zumTeil weg. Von den 17 Schilden repräsentieren 1-6 die Reichsgewalten weltlicher und geistlicher Herkunft,wie bei no. 4 dargetan ist; es folgen gräfliche und freiherrliche Geschlechter Schwabens, Kleinburgunds undRätiens. Sollte das Erscheinen des gräfl. Hohensteinschen Schildes (no. 7) 1 ) irgendwie mit der Bestätigungs-urkunde König Albrechts vom 28.1. 1306 (?) für das Deutschordenshaus in Plauen zusammenhangen? Ulrichvon H. aus der Klettenbergerlinie im Harz war bzw. wurde Deutschordensritter. An die Vögte von Plauenwird beim bisher leeren Schilde no. 6 kaum zu denken sein, es wären denn die Farbenverwechselt wie bei no. 4 und 5. Dass die Dienstmannensippe von Landenberg dieseReihe beschliesst, wird bei no. 17 erklärt. Heraldisch links neben dem Fusse diesesSchildes findet sich eine dreieckartige, oben mit einem Ring oder Ball besetzte Figur 2 )

(s. Fig. 4). Um eine Schildfessel 3 ) kann es sich kaum handeln, denn die untere Seite ist eben-falls schwarz umrissen, und das Innere zeigt blaues Feld, der Ring oder Ball zwischen derschwarzen Umrisslinie und dem blauen Feld einen weiteren konzentrischen roten Ring!

Eher dürfte es sich um eine Andeutung des Helmkleinodes handeln, das aus irgendeinempersönlichen Grunde dem Landenbergschilde beigesetzt worden ist. Ein roter, mit einem p. ^

weissen Ball besteckter Breithut als Kl in der ZWR no. 118 erinnert an diese Figur,

ebenso ein Schlußstein in der Kirche zu Greifensee 4 ). Diese stellen eher das Kl des n °'. ~!' _ . c _ ,,

nach dem Orig.-Balken

jüngeren Marschalls Hermann (IV.), f 1361, dar, der bereits 1305 und 1306 als Burggraf bzw ^ Kopie Schmidtzu Neuburg (vielleicht Kloster- oder Kornneuburg) erscheint. Das Siegel des älteren,bereits am 10. XII. 1306 gestorbenen Marschalls Hermann (II.) von L. zeigt als Kl auf Kissen einen Ringmit drei Pfauenstutzen (s. Text zur ZWR 118).

Balken V, Lichtseite, no. 18-31 (alt 121-108), 14 Schilde, von links nach rechts. Der durch die Aus-wechslung verkürzte Balken ist 1861 beseitigt worden. Nach Zeller muss er schon damals arg beschädigtgewesen sein; 5 Schilde waren bereits 1843 nicht mehr erkennbar. Irrig lässt die Erstausgabe als no. 122 und 123(alt) zwei verblichene Schilde folgen, die in der Rekonstruktion im Landesmuseum weggelassen sind; dagegenhat letztere nach no. 28 nur zwei leere Schilde. In der Kopie Hegi geht irrtümlich der Schild no. 18 (alt 121)demjenigen von no. 19 (alt 120) voraus; seine Farben sind zudem anscheinend mit denen von no. 117 (neu)verwechselt. - Zwischen Dynasten des Elsasses, der Ostschweiz und Schwabens steht wieder wie beim vorher-gehenden Balken der Schild no. 22 als der eines verdienten habsburgischen Dienstmannengeschlechtes, derHerren von Baldegg. Sollte bei no. 24 trotz ständischer Bedenken an die elsässischen von Andlau oder an dieangeblich stammverwandten von Bergheim gedacht werden dürfen (s. ZWR 342)?

Balken VI, Lichtseite, no. 32-42 (alt 124-134), 11 Schilde, von rechts nach links: die linke Partie mitden roten Ranken ist mit einer Länge von 170 cm abgesägt (s. Schattenseite); die rechte Partie misst 4,27 m.Der Oberrand fehlt durchwegs, weil dieser der abgefallenen Rinde aufgemalt ward, ebenso fehlt meistens derSchildfuss, weil die Untersicht grob abgeschrotet worden ist; Schild 39 ist grösstenteils herausgesägt, vor-handen nur noch ein Stück der hinteren Schildhälfte. Sonst sind die Figuren deutlich überliefert. Neben einigenfreiherrlichen Geschlechtern der näheren und weiteren, besonders westlichen Umgebung von Zürich findensich hier vorzüglich ursprünglich kiburgische Dienstmannen, die habsburgisch geworden sind.

Balken VII, Lichtseite, no. 43-58 (alt 151-136), 16 Schilde, von links nach rechts: Das linke Stückmit den Schilden 43-46, 156 cm, ist 1898 abgesägt worden 5 ); dabei fiel die hintere Schildhälfte von no. 46weg, während die Untersicht dieses Stückes mit roten Mustern erhalten geblieben ist. Die rechte Balkenparticvon 4,35 m ist unten abgeschrotet. Die Bilder der Schilde sind im übrigen deutlich. Schattenseite hat rotesMuster. Vertreten sind neben einem gräflichen und wenigen freiherrlichen Geschlechtern vorzüglich ursprüng-

4 ) Lies unten S. 216 23 : VI 6 74 statt II 6 74.

2 ) Der Taf. XXIX wurde die Figur nicht beigegeben!

3 ) Irrig ist die Figur dem Schild in der Vignette S. 215 als Schildfessel aufgesetzt, ähnlich ZürchSA X no. 86; Schildfesselnkommen zwar schon im 13. Jhdt. vor, Ganz 29 u. 110.

4 ) Abgebildet, ohne Farben, in HerArchXI (1897) 32, bei Stückelberg Das Wappen in Kunst u. Gewerbe 83 und im Ka-taloge der Herald. Ausstellung in Zürich 1897, 13. Hier ist im Gegensatze zur ZWR der Ball mit einem Busche besteckt, wie inden Siegeln Hermanns von 1319 und 1333 (ZürchSA X no. 22, XI no. 57).

5 ) Es trägt die Museumsaufschrift: „bemaltes Balkenstück aus dem Hause zum Loch in Zürich, Anfang 14. Jahrh. Geschenktvon Hrn. J. Bremi in Zürich" (bez. LM. 3669).

Einleitung HzLoch

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