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1 (1744)
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10
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!0 Uckermärcksche Adels - Historie. Cap. l.

Daß unter denen Wenden ein starcker und zahlreicher Adel gewesen, be-zeuget nicht nur der von ihnen selbst beliebte Nahmen/ (K) sondern auch dasBeyspiel derjenigen Reiche/ so diese Nation errichtet / und bis aufjetzige Zeit vor-handen sind. Ohnerachtet der grossen Niederlagen so diese Nation erlitten/ so daßselbige in hiesigen Gegenden fast ausgerottet zu seyn geschienen/ und das Landmehrentheils wüst und unbewohnt geworden/ sind dennoch eine beträchtlicheAnzahl wendischer adelicher Geschlechter übrig geblieben. Welche sich davonin die Zeit geschicket/ und nach damahliger Art das Christenthum angenom-men/ sind nicht nur bey ihren Besitzungen/ sondern auch bey allen Vorzügenund Ansehen nach wie vor geschützet worden.

Was von Verstossung und Austreibung der Wenden hin und wieder er-zehlet wird/ kan füglich nicht weiter verstanden werden/ als von denen ge-meinen Leuten/ welche etwa in den Stifts-und Closter-Gütern gewohnet/wie solches aus dem Exempel des Abts zu Nienburg/ in VecmannsAnhalt.Hist. VI. xsA 6. und andern/ erhellet/ und vielleicht unter andern auchdarum geschehen/ weil die teutschen Bauern den Ackern-Bau besser verstan-den und ein mehrers davon abgeben können als die Wenden. Von denenweltlichen Fürsten und Landes-Herren ist solches auch gewiß nicht geschehen/weil in denen durch langwierige Kriege verödeten Landern/ genügsame wüsteAecker sich fanden/so denen sich anfindenden Teutschen eingegeben werden konten,sondern vielmehr bey aller Gelegenheit auch für die Einwohner wendischerNation alle Sorgfalt getragen worden/ wie solches von Pommern/ der Greifs-waldische Professor Herr Schwach, in der pommerschen Lehns-HistoriexaA. 218. 228- und 240. bündig dargethan.

An denen Höfen der Herzoge von Pommern, haben sich im zwölften undbis zur Mitte des dreyzehenden8eculi,fast keine andere als edle Wenden auf-gehalten/ wie beym ksnxo aus denen Diploinarldu8 von den Jahren 1170,und 1175. imgleichen aysLarmmil.kurtz vorher beygebrachtenBrief der Stadt Prentzlau zu ersehen. Selbst unter des Churfürsten zuBrandenburg ^Iberri II. Gefolge/ finden sich wendische von Adel/ besagedessen Schenckungs-Briefes, über die Dörffer Borck und Cowale an dasStift Havelberg/ vom Jahr 1208. in Herrn Küsters (lolleÄ. Opusculor.Uarcli. im 16. Stück pa^. HO. wo es Heisset: k^ujuz ckoliariemis resiezsimr - - 81avi nobike8,Uenricu8)?ri2lavu8,?ribbi?l2U8Lc Andreas frarres.

Diejenigen adelichen Geschlechter demnach / welche von denen Wendenabstamme»/ sind ausser allen Zweifel/ vor die allerälteste Eingesessene desUcker-Landes zu halten. So wenig auch davon anjetzo noch mögen übrigseyn, und etwa durch Annehmung teutscher Geschlechts-Nahmen, ihre Ab-

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