Cap. Z. 2. Abtheil. von dem Arnimschen Geschlecht. 69
Dweste Mvlheilung.
Ron dem Mapen des Wrnimschen
Geschlechts.
Je von diesem Geschlecht in der Churmark Brandenburg wohnende,und von daher in Franken, Magdeburg und sachsischen Landen,sich ausgebreitete Linien, führen zwey weisse oder silberne Quer-Balken im rothen Schilde: Auf dem adelichen Thurnier-Helmruhet ein mit gedachten Farben bezeichneter Bund, aus welchem sich zweyrothe Büffels- Hörner erheben, welche gleich dem Schilde zweyfach durch-strichen sind. Die Helm - Decken sind roth und Silber.
Dahingegen hat die in Geldern gewohnte, nunmehro aber ausgestorbeneLinie derer von Arnim , einen ausgebreiteten silbernen Adler so wohl in demrothen Schilde als auf dem adetichen Helm geführet, (a)
Dieser Unterscheid der Figuren in denen Wapen der geldrischen und übri-gen Linien stehet keinesweges entgegen, daß selbige zusammen nicht ein Ge-schlecht ausmachen solten, in Erwegung die Farben in beyderley Wapen aufdas genaueste mit einander übereinkommen, sondern bekräftiget vielmehr dasgrosse Alterthum dieses Geschlechts.
Aus der Wapen-Kunst ist bekant, daß in denen alten Zeiten unter denVorrechten der Erstgebohrnen mit gehöret, das Stam-Wapen alleine zuführen, (d) Es hatte solches seinen Grund in denen damahligen Ordnungenund Gesetzen des Landes, der älteste Sohn muste sich alstets unter dem Kriegs-Heer befinden, und des unvermögenden oder gestorbenen Vaters Stelle ver-treten. Demselben gebührete allein, mit Ausschliessung der übrigen Gebrü-der, das Heer-Gewett oder Heer-Geräth, worunter der Schild eines dervornehmsten Stücke war. (c) Wem ist aber unbekant, daß die Wapens
R bey
(s) Siehe das neue Nürnbergische Wapen-Bnch?arr. VI. ^oksnn a'Omrein hatderBor-rede und veäicstlon seiner heiligen Sinn-Bilder dieses Wapen vorstechen lassen, woselbstaber der Adler roth, und der Schild weis gezeichnet ist, und druckt sich in der Zu-schrift an Herrn Jobann von Arnim anf Rvsendal, also aus: 17 v HooZ LäelüeieäraZr van äen ft-n Nasm en Wapen.
(b) SieheFreyherrnvonHoheneckGenealoaiederOesterreichschenStandeobderEns, im
Vorbericht §. 5. imgleichcn 8pen. Opp. ülsralä. ? l. c. 8. §. s. Olim naru mmorj-buz, nik egreZia clata chlkerenria, illicirum erst fzmili«e inlignia ßellarc. I7nclskaÄum, <^uoc! minorc» naru fratrer, clereli<ll» psrrum rcllerü, ^ novmLc mul-eum a prioribur slienm libi allwnebanr.
(c) (!obe!inur ?er5ona in So»mo6rom. /Tt. 6. cap. 47. Lc manclavit (Uenncu;cep») czuoZ 8enior inrer krstre» quorcunque äcberec ekle in exerciru lleg» se pro»prerllociplelolu5 tollerer p,rr»exuvi:u, inter arm» msxims repursbanrur.Le inäe vulzo »äkuc nominsnrur»