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Joseph Alleins, weil. Predigers zu Taunton ... in England, Grundlegung zum thätigen Christenthum
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561
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auf Joseph Mein. 561

den, daß wir uns in Wollüften, als in einemStrom baden, wenn andere unter unsern Brüdernin Thränen schwimmen. Oder wie es Amos <5,4-6. heißet: daß wir auf elfenbeinern Lagernschlafen, und Ueberfluß mit Betten treiben, die Läm-mer ach der Heerde und gemästete Kälber essen,auf dem Psalter spielen, Wein aus Schaalen mu-ten, nnd mit Balsam salben, ohne dabey an denSchaden Josephs zu gedenken, und dessen Unglückzu beweinen.

Es ist aber auch zum andern eine Zeit derThränen, wenn wir selbst unmittelbar die Leidenerfahren. Die arme und betrübte Kirche erzähletin den Klageliedern Jeremiä Cap. 1,12. u. f. ihreLeiden und spricht : Schauet doch und sthet, obirgend ein Schmerz sey, wie mein Schmerz,der mich troffen hat. Denn der Herr hat michvoll Jammers gemacht am Tage seines grim-migen sorns. Darauf setzet sie v. 16. hinzu :Darum weine ich jo, und meine Augen, meineAugen fließen mitXVafser, daß der Tröster, dermeine Seele soll erquicken, ferne von nur ist.Ja sie sagt in eben dieserKlage: Ich habe schiermeine Augen ausgeweinet, daß mir mein Leibdavon wehe thut, Cap. 2, 1 1 . Ich könnte leichtmehr Zeugnisse der heiligen Schrift hinzuthun, dar--in Exempel solcher Weinenden dargestellet werden.Es kann aber das bisherige hinreichend seyn, euchvon der ersten Wahrheit zu überzeugen, daß es zugewissen Zeiren weder unerlaubt noch ungezie-mend sey, die Traurigkeit des Herzens durch thrä-nende Augen zu offenbaren.

TlMigee Christemh. N n Jcb