5?6 Ge. Newtons Leichellpredigt
ten Gegenständen zufallen, stürzen den Menschenin große Verlegenheit, wenn er ihrer verlustig wird.Wie sehr betrübte sich nicht David über den Tod Ab-soloms, ohnerachtet er seiner vaterlichen Zuneigungnicht würdig, und seine Hinreißung eine große undrecht merkliche Wohlthat so wol für ihn selbst als fürdasganzeVslkwar. Dieses hielt ihm auch Jacobvor, da er ihn in einem ganz trostlosen Zustande we-gen dieses erlittenen Verlustes fand. Du haft,sagte er, heule schamroth gemachet alle deineRnechte, die heute deine, deiner Sohne, deinerTöchter, deiner N)eiber, und deiner Aebswei-ber Seelen errettet haben. Daß du lieb haskdie dich haften, und hastest, die d:ch lieb haben.Denn du lasil ft dich heute merken,daß dir nichtsgelegen ist an deinen Hauptleuten und Unech-ten. Denn ich merke heute wohl, wenn dirnur Absalom lebte, und wir heute alle todt wa-ren, das dürfte dir recht seyn. 2 Sani. »9,5- 6.Ihr werdet leicht ermessen, daß eine unordentli-che Liebe die Quelle dieser ausschweifenden Trau-rigkeit gewesen; einer Traurigkeit, die ihn in dieEinsamkeit hinriß, um in derselben ihr den Zügelvöllig schießen zu lassen.
Zueignung.
asset uns die bisher abgehandelte Sache zu un-serm geistlichen Nutzen, zugleich aber auch aufdie Person zueignen, deren sterblichen Theil wirheute in die eröfnete Gruft senken.
Wachet, meine Freunde, zuförderst ' ber euerHerz, damit eure Traurigkeit und Thränen nicht
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