Erste Abtheilung. Cap. 4. 117
wiederum eingeschläfert, und verliehren also wie-der die Empfindung von alle dem, was ihnen istvorgesaget worden. Ach! was soll ich nun von mei-nen armen Zuhörern sagen? sollen sie denn endlichbey Hunderten verderben und umkommen, da sie diePrediger so gerne retten wollten? was soll ich mitihnen anfangen, das ich nicht schon versucht habe?was soll ich thun für die Tochter meines Volks?Ach Herr, hilf! ach soll ich sie denn also lassen! wol-len sie mich nicht hören, so höre du mich doch:ach daß sie vor dir leben möchten! Herr, errette sie,sonst verderben sie, und gehen unter! mein Herzwürde mir in Thränen zerfließen, wenn ich ihreHäuser, da sie feste in ihren Betten schliefen, überihren HättpterN 'sollte brennen sehen; und sollte nichtmeine Seele in mir beweget werden, wenn ich be-trachte, daß sie solchergestalt in das ewige Verder-ben gerathen müssen? Herr erbarme dich ihrer undreiße sie aus dem Brande: erwecke deine Gewalt,so wird das Werk ohnfehlbar von statten gehen;denn, was mich anbelanget, sehe ich wohl, daß ichetwas auszurichten nicht vermögend bin.
Fünftes Capitel.
Darin die Kennzeichen eines unbekchrten
Zustandes vorgeleget werden.
§. 62.
lange wir gleichsam von ferne stehen, unduns nur bey allgemeinen Dingen aufhalten,
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