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Joseph Alleins, weil. Predigers zu Taunton ... in England, Grundlegung zum thätigen Christenthum
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554 Ge. Newtons Leichenpredigt

nun auch einige, die seinen Tod beklagten, und dievon der Wchmuth ihres Hebens durch Thränenredeten. Es ist gar kein Zweifel, daß auch Män-ner unter diesen weinenden gewesen ; weil aber dieNOeiber ordentlicher Weise ein weicheres Herz ha-ben, weil sie ihre Leidenschaften nicht so unter derHerrschaft haben, und die mitleidigen'Regungenihrer Seele leichter durch Strome von Thränen of,fenbarsn, und man daher auf dieselben destoweni-ger zu achten pfleget; so sind sie hier ganz besondersangemerket worden. Sie sind es, zu denen sichJesus umwendet, ihre Thränen betrachtet, und siemit den Worten anredet: Ihr Töchter Jerusa-lems, weinet nicht über mich, sondern wcmetüber euch und eure Rinder. Zweyerley findenwir in dieser Anrede miteinander verbunden ; näm-lich theils ein Verbot, theils aber ein Gebot oderwenigstens eine Erlaubniß. In dem Verbot un-tersagt Jesus den Weibern ihre Thränen. IhrTöchter Jerusalems weinet nicht über mich.Darnach aber giebt er ihnen auch eiue Erlaubnißzu weinen. Uleinet über euch und über eureRinder. Ihr sehet daraus wohl, daß er ihnen dieThränen nicht in einerley Absicht verbietet und er-laubet, sondern mit Beziehung auf ungleiche Ge-genstände. In Absicht auf sich selbst spricht er:ZDeinet nicht über mich. In Abficht auf dieweinenden Personen aber sagt er: N?einet übereuch selbst, nnd über eure Rinder. Der gänz-liche und unersetzliche Untergang der Stadt Jerusa-lem war nahe vor der Thür; und unser Erlöser zie-lets darauf, als er diese Worte redete. Wenig