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Joseph Alleins, weil. Predigers zu Taunton ... in England, Grundlegung zum thätigen Christenthum
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555
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auf Joseph Allein. 555

Tage vorher hatte er selbst über den kläglichen Un-kergang dieserStadt geweinet, wie aus Luc.i9,4l.zu ersehen, da es von ihm heißet: Er sahe die Stadtan, und weinete über sie. Er sahe die Stadt erstan, dieser Anblick und die Vorstellung ihres unaus»sprechlichen Elendes zerschmelzete sein Herz, und in-dem die Thränen zu seinen Wangen Herabflossen,so begleitete er sie mit den prophetischen Worten :AVenn du es wüstest, so würdest du auch zudieser deiner oeit bedenken, was zu deinen Frie-den dienet; aber nun ist es vor deinen Augenverborgen. Er erlaubet daher auch denjenigendie Thränen,die an diesem jammervollen Untergangseinen Antheil haben sollten. Er selbst aber wolltenicht beweinet seyn. Denn er unterwarf sich demTode willig, zu welchem man ihn eben hmführele,wir auch allen peinlichen Umstanden desselben. Erwar der unveränderlichen Liebe desjenigen versi-chert, der ihn zum Kreuzestode bestimmet; er warGott und Mensch zugleich, und konnte daher dieauferlegte schwere Last tragen, ohne dabey unterzu^sinken. Er war endlich auch gewiß, daß er in kur-zer Zeit wieder vom Tode werde auferwecket undtrmmphirend in die Herrlichkeit eingeführet werden.Die Absicht des Heilandes ist also nicht diese, daßer ihre Traurigkeit dieser Personen ausrotten oderverdammen will, sondern er will sie nur weißlichregieren. Sie beweineten ihn aus einer kindischenSchwachheit, aus einem bloß natürlichen Mitlei-den ; aber sie weineten nicht über ihre eigene Sün-den, nicht über das Elend, das über sie auszubrechenim Begrif war. Daher bemüht sich Jesus, ihre

Trau-