512 Baxters Ermahnung
tigkeit Gottes, die Lieblichkeit seiner Wege, unddie Glückseligkeit der Gläubigen dergestalt wschmecken, daß wir nich?s mehr wünschen, alsdaß ihr nur einmal diese Süßigkeit empfindenMöchtet, welche euch gar leicht die E>«ötzung derSünde in Gift und Galle verwandeln würde.Gott weiß es, daß wir uns nichts mehr wünschen,als daß wir in der Heiligkeit immer völliger, und -der ewigen Seligkeit, die wir glauben und schme-cken, theilhaftig werden mögen; sollten wir de mnicht sothaue Heiligkeit und Glückseligreit euchauch anwünschen?
Da wir nun solchergestalt billig mit euch Mit-leyden haben, möchten wir gern wissen, was Gottvon uns fordere, das wir thun sollen, und wie ihrZur Seligkeit möchtet zu bringen seyn. Hieraufhat er uns dieses in seinem Worte wissen lassen,daß die Predigt seines Evangelii, da wir euch dieWahrheit deutlich vor die Augen stellen und eucheiferig und fleißig ersuchen sollen , euch von demFleische und der Welt zu Gotl durch Jesum Chri-stum zu bekehren, dasjenige Mittel sey, wodurchseine Gnade eure Seligkeit wirken wolle; wennNicht eine halsstarrigeWiderwenstigkeit sich findet/die da verursachet, daß der heilige Geist den Sün-der verlasset, ihn in verkehrten Sinn dahin giebet,daß er nur seinen eigenen Gedanken nachwandelnUnd seinen Lüsten folgen will.
In dieser Hofnung, euch nämlich von deeWelt zu Christo zu bekehren, haben wir das heiligePredigtamt angetreten, und uns diesem großen uni)wichtigen Werke gewidmet. Un>ere Unwürdigreit
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