an die Unbekehrten. 511
ja niemand zur Hölle zu fahren, und sie wollen sichfreywillig dahinein stürzen? Ist es nicht möglich,sie davon ab- und zurück zu halten ?
Wenn ihr nur die seligen in, Himmel, dieVerdammten in der Holle, und die fühllosen Undfieischlicden Sünder auf der Erden > die sich dochum dieses alles wenig oder gar nicht bekümmern,aus einmal erblicken solltet,wie wir sie du ch denGlau»den an Gott erblicken; ihr würdet euch gewiß überdie Dummheit der Menschen verwundern müssen.Würdet ihr nichr sagen: 5,0 was für ein Ver-führer ist doch der Teufel, der die Seelen auf sol-„che Art zur Verdammniß verleiten kann ö> was„für eine Betrügerin ist nicht diese vergängliche„Welt, die es dahin zu bringen vermögend ist, daß„die Menschen derjenigen Welt so gar vergessn, da„sie ewig leben sollen ! Ach was für ein Feind ist„doch unser Fleisch, welches die Seelen also von„Gott abwendet! Wie bethöret uns nicht die Sün»„de, als die da einen vernünftigen Menschen derge-„stalt verwandeln kann, daß er noch weit ärger„wird, als wol jemals ein unvernünftiges Thier seyn„mag! Was für ein Tollhaus ist nicht die gottlo-„se Welt, da ihrer Tausend, so wohl sich, als ande-„re ins Verderben stürzen; dem Satan aber einen„angenehmen Dienst zu erweisen, so eifrig bemühet„sind ; da doch Gott und Jesus ihnen das ewige„und selige Leben zu schenken, sich so bereit und wil-„lig finden lassem,.
Gleich wie wir nun dieses Ms durch denGlauben erblicken, welches in uns ein herzlichesMitleiden erwecket; also pflegen wir auch die Gü-tigkeit