5io Baxters Ermahnung
und endlich nicht anders, als eine unvernünftigeCreatur verderben und umkommen müsse.
Wenn ihr so wohl die Seligkeit der Seelenim Himmel, und die Pein und Marter der Ver-dammten in der Hölle, als auch wie die meistenMenschen in lauter Unglauben, Sorglosigkeit undUnempsindlichkeit dahin leben, nicht ander-, als obkein dergleichen Unterscheid zwischen den Seligenund Unseligen in jener Welt zu finden wäre; w< uihr, sage ich, dieses alles zugleich an unserer st. lterblicken solltet, würde auch dieses alles nichc, nrecht erbärmliches Specktakel seyn ?
Wenn ihr ehemals die fünf Brüder des rei-chen Mannes aus dieser Welt, wie sie Aegrssen, ge-trunken, gelacht undsrölich gewesen wie sie j-.ch aufdas herrlichste gekleidet, und täglich das N" li sieund Beste gespeiset, solltet gesehen haben» jedoci so,daß ihr auch zugleich die Seele ihres Vruders mder Hölle, wie dieselbe vergeblich um einen Dropsenkaltes Wassers gebeten, wie sie vergeblich gewün-schet, daß doch Äbtaham jemand von den Tod-ten zu ihren Brüdern, dieselbe zu warnen, sendenwolle, damit sie nicht auch an diesen Ort derOma! kommen möchten, zugleich erblicket hättet;würde euren Herzen nicht Furcht und Schrecken an,gekommen seyn ? Würde die Compaßion und Mit-leiden nicht diese Gedanken in euch erwecket haben :Ist denn kein Mittel, die Augen dieser Brüder zuerösnen? vorhanden. Kann ihnen aus keine Art undWeise zu wissen gethan werden, wo die Seele jenesReichen hingefahren, wo Lazarus sey ? wohin abersie gelangen werden ? Es zwinget und nöthiget sie
ja