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sehet sind. Denn wir haben bishero den Kreuzes-kelch nur erst sehr wenig gekostet; ich aber habe mei-ne Hand nun einmal an seinen Pflug gelegt; meinPredigtamt habe ich bey euch angefangen, und dasZeugniß meiner Amtstreue an eurem Orte vollen-det, ob ich gleich glaubte, ich würde die Tagemei,ner Wahlfart in eurem Dienst beschließen. Alsich dieses heilige Amt, so mir durch den Reichthumder göttlichen Gnade aufgetragen worden ist, an-getreten hatte, sagte ich zu euch, ehe ich durch Auf-legung der Hände dazu eingeweihet würde, im be-sondern Umgange: Ich nehme dieses Amt freudigund getrost mit aller der Verfolgung und Wider-wärtigkeit, mit allen denen Anfechtungen, Be-schwerden, und Ungemächlichkeiten, wo>nit es ver°knüpft ist, auf meine Schultern. Und gelobet seyder Herr, durch dessen Güte, eben diese Gesinnungnoch bis auf dm heutigen Tag in meiner Seeleherrschet; denn meine Leiden um Christi willen,(ihm sey die Ehre und der Ruhm,) mir aber gehö-ret die Schaam und die Schande,) bestätigen mei-ne Wahl, und meinen Entschluß, ihm auf mehrereArt, als mit meinem Arbeiten zu dienen. Ge-wißlich die Wahl ist gut, meine Brüder, die icheuch angepriesen habe. O, daß demnach niemandunter euch gefunden werden möchte, der nicht dieXVahl der Maria getroffen hätte, ick) will sagen,von dem nicht dasjenige Theil wäre erwählet wor-den, daß nimmermehr von euch genommen werdensoll. Lasset es, meine Vrüdcr, diejenigen mit derWelt halten, die kein besseres Erbtheil zu erhaltenwissen; Lasset sie damit vergnügt seyn, daß sie für