Zweyte Abtheilung. Cap. 2. 401
an der Approbation und Zulassung des WortsGoties, ob ihr schon deswegen keinen ausdrück-lichen Befehl vor euch haben solltet. Nehmet nurallezeit in Ächt die allgemeine Regel, daß ihr al-les , was ihr thut, alles thut zu Gottesreu, 1 Cor. z 1. und daß ihr nicht eine rechtmäßi-ge Freyheit mißbrauchet und andere damit qrgert,Rom. 14,1.2. u.f. Wenn nun eure Werke, aufeine solche Art, was die Materie anbelanget, sichrechtfertigen lassen (als ohne welche man ohnmög.lich Gott gefallen kann, wenn ihr auch noch so emgu.es Absehen dabey haben solltet,) so wird alsdemidcr Einfluß und die Kraft, welche einen heiligenEndzweck begleiteten demselben sich kraftig erwei-sen, dergestalt, daß sothane Kraft alle eure Hand-lungen zu Christenpflichten machen wird, gleichwieetwa der sogenannte Stein der Weisen, schlechteMetalle in Gold verwandeln soll.
h. 228.
IV. In einerzieden Handlung lastet Gottgleichsam oben stehen,in einen, ieglichen Christ-lichen Werk lasset thn alles in allem seyn. Maschet euch nicht selbst zum Zweck eurer Handlung,sondern bemühet euch, damit ihr in Aufrichtigkeiteures Herzens, von einer ieden Sache, die ihevornehmet, dieses zur Nachricht möget geben kön-nen, daß il)L dieses thut, weil es Gott gefällig ist,weil es sein Wille ist, und weil er es also von euchfordert und von euch haben will» Bezeichnet die-se Warnung mit einem besondern Merkmal»Nehmet euch in Acht bey denen Handlungen, da-Thätiges Chviftench. Et ,Mtt