z84 Alleins Grundlegung,
nung, oder zum wenigsten die betrübte Nachrichtfinden: Dieser Tag ist vergeblich zugebracht wor>den. Gott hat sein Tagebuch, in welches er eureganze Aufführung gleichsam aufzeichnet; wie ihraus eurem Bette aufstehet, und an eure Arbeit ge«het, was ihr redet, wie ihr esset, und ob ihr aufihn, und in allen auf seine Ehre, oder ob ihr nichtweiter als auf euch selbsten sehet. haben dieganze Nacht gearbeitet, und nichts gefangen,Luc. 5,5. Sollte nicht mancher die schmerzlicheKlage führen können: Ich habe die ganze Zeitmeines Lebensgearbeitet, und dennoch habe ich nichtsgethan; denn was ich that, geschahe nicht, um desHerrn willen? Wie würde es euch von eurenDienstboten gefallen, wenn ihr einen ieden desAbends bey eurer Heimkunft über seiner eigenenArbeit finden solltet? daß ein ieder nur nach seinereigenen Lust lebete, euer Werk aber gänzlich unge-than sey. Meine Geliebte, ist es nicht eins elen-de Sache, daß so viele Tage und Stunden dahingehen, an welchen wir unsern Endzweck nicht na-her kommen, als wir vorhin gewesen? Eure Kin^der sind vom Morgen bis in die spate Nacht ge-schäftig, und dennoch haben sie die ganze Zeitüber nichts gethan; und so ists eben auch miteuch beschaffen, wenn ihr nichts anders als nureuren eigenen Nutzen, nicht aber in euren Verrich-tungen Gott zu dienen suchen wollt.
§. 218.
Wir müssen viertens erkennen, daß dieGunst der ganzen XVelt uns nichts nüyen kön-ne, wenn Gott an uns keinen Gefallen hat, und
wenn