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Joseph Alleins, weil. Predigers zu Taunton ... in England, Grundlegung zum thätigen Christenthum
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383
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Zweyte Abtheilung. Cap. 2« zz z

selbst'gelebt habe, so manche Zeit ist verlohren.Das ist kein Mensch, sondern ein unvernünftigesThier, der nicht der Vernunft gemäß leben will,als welche das menschliche Leben von dem thieri-schen zu unterscheiden pfleget, So lange wir nunGott nicht leben, so lange leben wir ganzlich derVernunft zuwider, welches sich daraus deutlich er-kennen laßt, daß Goit der Schöpfer und Endzweckdes Memchen ist. Saget nicht die Vernunft,daß Goit Ehre von seinen Werken haben, und daßdas Gefäße zum Nutzen des Schöpfers dienen soll?Wer pflanzet einen Weinberg und ijset nicht vonftiner Frucht, oder welcher weidet emeHeerde,undjsstt nicht von der Milch der Heerden? i Cor.9,7.Gott hat dich, 0 Mensch, um sein selbst willen er-schaffen, Sprüchw. Sal. 16, 4. Hast du einmenschlich Angesicht, und schämest dich nicht,wenn du bedenkest, daß dich Gott vergebens er-schaffen habe, und noch erhalte? Wenn du nur diegeringste Aufrichtigkeit besäßest, würdest du dichnicht vor diesen Gedanken entsetzen? Wenn dudaran gedenken solltest, daß du vergebens erschaf-fen seyst. So viel du dir selbsten lebest, so we-nig bist du etwas nütz?. Es kann seyn, daß duein gar emsiges Leben führest; allein, es ist mitdeinen Bemühungen nicht aufGott angesehen, uudalso ists nicht anders, als wenn du diese ganzeZeitüber in allen deinen Verrichtungen nichts thätest.Es kann seyn, daß du des Abends selbst bekennenmußt! Ich habe den ganzen Tag nichts gethan.Du wirst bey diesem Tage in dem Buche Gotteseinen leeren Platz, und also nichts auf deine Rech-nung,