Z6z Alleins Grundlegung/
und schön sie auch in die Augen fallen,) sind bös?Früchte, Matth» 7,16. Mo kein guter Gchay
der Gnade ist, da kann der Mensch !n seinen Wec-ken nicht? Gutes hervorgingen, Match. >s,zs.
Viele erleuchtete Sünder vermeynen G)ttdurch Lesen, Beten, und durch das Verlassen einigergroben und recht häßlichen Sünden wieder zu ver-söhnen und alles gut zu machen. O ihr betrogenenSeelen! lasset euch aus eurem Irrthum und Selbst-betrug helfen. Ihr fanget an dem unrechten Endean, maßen eure größte und fürnchmste Sorge die-se seyn muß, daß ihr veränderte und verneuerte Her-zen durch die Kraft der bekehrendenGnadc Gottes be-kommen möget. Ihr arbeitet vergeoilch am Strom,so lange, die Quelle der Verderbniß in dem Herzenin ihrer Stärke bleibet. Ihr müsset nicht meynen,als ob es mit euch beschaffen sey, wie mit einem bau-fälligen Hause, in weichem, wenn man hier und daein wenig bessert, alles wieder in gutem Stand ge-setzet wird. Das alte Gebäude muß gänzlich ab-gebrochen, und ein neuer Grund geieget werden, so,daß man sich in wahrer Buße von den todten Wer-ken zu Gott bekehre. So lange dieses nicht ge-schieht, müßt ihr wijjen, daß er keinen Gefallen aneuch habe, und daß ihm das Speisopfer von eurenHänden.nicht angenehm sey, Mal. 1,10.
§. 2io.
2. Ist es nöthig, daß, wenn eure PersonGstt angenehm seyn soll, ihr in, Glanben ste-hen müsset. Denn an diesem hac Gott einenWohlgefallen, Matth. z, 17. so, daß es ohne
Glau-