Zweyte Abtheilung. Cap. 2. 567
es nicht möglich in diesem Lebcn, daß man hierinChristo völlig gleich werden konnte; iedoch vermö-gen wir wohl so weit zu gelangen, daß wir nichtallein in unserm unmittelbaren Dienst, den wirGott leisten, sondern auch in dem allgemeinen Laufunsere Lebens Gott gefallen mögen. Also wan-delten Enoch undNoah mit Gott, das ist, in i'h^rem allgemeinen Lebenswandel wandelten sie also,daß sie Gott gefielen und angenehm waren vor sei-nen Augen. Auf solche Art haben die geringstenHandlungen, wenn wir sie thun, als Knechte Chri-sti, vor den Augen des Herrn, die Verheißung, daßsie werden bey Gott angenehm seyn, und von ihmbelohnet werden, Col. z, 22,2z. 24.
§. 209.
Die andere Frage.
XVie können wir in unserer Maaße dahingelangen, daß wir Christs hierin nachfolge»»,und thun allezeit, was Gott gefallt?
JnAnsehen dessen ist unterschiedenes nothig, sosich theils auf unferePerson, theilsauf unsere Prin-cipia und F.chrsäye, theils auf die Ausübung inunserm Christenthum beziehet.
Was unsere Person anbelanget, so ist1. vonnorhen, daß eine Veränderung durchdie Gnade der Erneuerung in uns vorgehe, denndie da fleischlich sind, mögen Gott nicht gefal-len, Nsm. 8/ 8- Diese wilden Weinstöcke kön-nen nichts andere als Heerlinge bringen, Jes.s, 4- Die Früchte, die diese trasen, (wie lieblich
und