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Joseph Alleins, weil. Predigers zu Taunton ... in England, Grundlegung zum thätigen Christenthum
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369
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Zweyte Abcheilung. Cap.2. 569

Glauben, der uns seiner theilhaftig machet,ohnmöglich ist, Gott zu gefallen? C'br. 1 r, 6.

Damit ihr diese zwey besondern Stücke destobesser verstehen möget, müsset ihr wissen, daß Gottzwey Eigenschaften habe, welchen ihr ahnlich wer-den müsset, dafern ihr Gott gefallen wollt. Erst-lich müßt ihr ahnlich werden seiner Heiligkeit.Denn er ist nicht ein Gott, dein gottloß lVe-sen gefallet. Gott höret die Sünder nicht.Die Ruhmredigen bestehen nicht vor seinenAugen, er ist feind allen Uebeltharern, Zoh. 9,z i. Ps. 5, 4. 5. Gott kann kein meh^rS Wohl-gefallen an einer ungeheiligten Seele kaben, alswir an einem Schweine oder Schlange zu habenpflegen. ?um andern müßt ihr ahnlich werdenseiner Gerechtigkeit. Vor ihn» ist niemand un-schuldig, oder er will auf keine Weise die Schul-digen loßsprechen, 2.B.Mos. 34, 7» Wenn wieauch gleich eineinwohnende Heiligkeit, in diesem un-sern Zustande, darin wir noch keine Vergebung er-halten haben, aufweisen können, so würde doch diegottliche Gerechtigkeit unendlich beleidiget verblei-den, so lange die Schuld der Sünden noch nichtaus dem Wege geräumet ist, wie man dieses an demExempel Christi sehen kann. Denn ob er wohl ei-ne vollkommene Heiligkeit besaß, so mußte doch dieStrenge der göttlichen Gerechtigkeit, indem er un-ter der Schuld unserer Sünden war, wider ihn aus-brechen. Da nun der Mensch von Natur beydesder Heiligkeit und Gerechtigkeit Gottes zuwider ist,so ist nöthig, daß er, (wenn er Gott gefallen will^diese zweifache Veränderung an sich finden lasse.

Thätiges Christcnch» A 6 t. Muß