278 Alleins Grundlegung,
werden. Ich möchte gern, daß ihr es 'anietzo wa-gen möchtet. Wohlan, werfet euer Looß hinein,und treffet eine W^hl. Ieyt ist die angeneh-me seit, ieyt ist der Tag des Heils. Heute,so ihr seine Stimme höret, so verstocket euerHerz nicht. Warum sollte dieses nicht der Tagseyn, von welchem du die Zeit deiner Glückselig-keit anrechnen konntest? Warum solltest du esnoch einen Tag länger, in diesem gefahrlichen underschrecklichen Zustande darauf los wagen? N)lewen»? Gott diese Nacht deine Seele von dirforoern sollte? Ach! daß du zu dieser deiner?eic bedenken möchtest, was zu deinen, Frie-den dienet, ehe es vor deinen Augen verborgenseyn möchte. Heute ist es noch Tag, so dannkommt die Nacht da Niemand wirken kann.Andere welchen ebenfals dieGnadenzeit ist vergön,net worden, haben nun ihr Endurtheil erhalten, duaber befindest dich noch auf dem Theater dieserWelt, auf welchem du deine Person für die ganzeEwigkeit zu spielen hast. Gedenke, daß du ver-pflichtet bist, dich wohl in diesem Leben zu verhalten,wegen der unendlichen Ewigkeit; weißt du ietzodeine Wahl nicht klüglich anzustellen, so mußt duin demZustande, darin du dich ietzo befindest in al-le .Ewigkeit verbleiben.
§. 748.
Ist dieses nun ganz ungezweifelt wahr? Ste-het das Leben und der Tod auf deiner Wahl? Jadieses ist so gewißlich wahr, als es die Wahrheitselber ist, was ;B. Mos. zo, 19. stehet: Ichnehme Himmel und Erden über euch zu Zeu-gen,