Erste Abtheilung. Cap. 8. -77
fchet wohl vielleicht, daß ihr in einem solchen Zu-stande leben möchtet, darin andere leben, also, daßihr euch so bezeigen möchtet, wie sich andere be-zeigen; wie lange aber wollt ihr es bey vergeblichenWünschen und fruchtlosen Entfchlüßungen bewen»den lassen? Wenn wollt ihr einmal einen festen,völligen und beständigen Schluß fassen? Sehetihr nicht, daß der Satan euch zu betrügen suchet,wenn er euch versuchet, die Sache zu verzögern,und aufzuschieben? Wie lange hat er euch schonauf dem Wege des Verderbens herum gelocket?Wie viele Jahre habt ihr euch schon vorgenommeneuch zu bessern. Wie wenn euch Gott unterdes-sen aus dieser Welt hinweg gerissen halte?
§- !47-
Weiset mich nicht ad mit einer Antwort dieauf Verzögerung angesehen; Saget mir ia nichtsvom Zukünftigen, ich muß anietzo eure Resolutionund Beyfall haben. Wenn ihr ieho noch nichtentschlossen seyd, euch zu bessern, da der Herr miteuch handelt, und sich um euch bewirbt, so werdetihr noch vielweniger inskünfn'ge diesen Entschlußfassen, wenn die gemachten Bewegungen wiederverschwunden, und ibr durch Vctrug der Sün-de werdet verstricket sey»,. Wollt ihr mir dieHand dravfgeben? Wollt ihr dse Thüre eröfnen,und dem Herrn Jesu alsbald völligen Besitz ein«räumen? Wollt ihr diesen Bund mit eurem Na-men unterschreiben? Wollt ihr denselben unter-zeichnen? Was seyd ihr Willens zu thun? Wcrnihr noch länger verzögern wollet, so ist meine A»beitohnfehlbar umsonst, und dürfte aus allem nichtsS z wer-