248 Alleins Grundlegung,
rühren. Wenn ich verzweifeln wollte, würde die-ses nichts anders seyn, als wollte ich deine Gnadeverachten? und wenn ich zurücke weichen wollte, dadu mich bittest, zu dir zu kommen, würde es so vielseyn, als wollte ich mich auf einmal selbst ruinirenund unter dem Vorwande der Demuth wider dichrebelliren und streiten. Derohalben beuget sichmeine Seele vor dir: Sie nimmt dich mit mög-lichster Danksagung als ihr eigen an, und ergiebtsich dir. Du sollst ganz souverain über mich,herr-schen, und mein König und mein Gott seyn. Dusollst aufdem Throne sitzen, und meine Gemüths-krafte sollen sich vor dir neigen: Sie sollen kommenund anbeten zu deinen Füßen» Du o Herr sollstmein Theil und Erbe seyn, in dir will ich Ruhefinden.
Du forderst mein Herz: Ach! daß diesesnur einiger maßen deiner Liebe würdig wäre! AchHerr, ich bin unwürdig, ewig unwürdig dein zuseyn: Weil du es aber so haben willst, so überge-be ich dir mein Herz, nimm es hin, es soll demseyn. O daß es nur ein besser Herz wäre! Herr,ich übergebe es deinen Handen, du kannst dasselbebessern. Bilde es nach deinem Herzen. Machees, wie du es haben willst, nämlich heilig, demü-thig, himmlisch, weich, zarte, willig, undschreibe dein Gesetz in dasselbe.
Roinm, Herr Jesu, komme bald! Ziehetrmmphirend ein: Nimm mich auf ewig an. Ichergebe mich dir, ich komme zu dir, als auf den einzi-gen Weg zum Vater, als zu dem einzigen Mittler,und das verordnete Mittel, welches mich zu Gott
. bnn-