Erste Abtheilung. Cap. 7. 247
meine Seele gegen ein klein wenig Bier, und eineso kleine Gemächlichkeit, gegen ein wenig Wol-lust, Gewinn und Vergnügen denen höllischenFlammen zu verkaufen? Soll ich noch länger indiesem Zustande verharren. Nein, so ich nichtfortmache, so werde ich sterben. Was ist abernun zu thun? Ist keine Hülfe, keine Hofnungda?Keine, wo ich mich nicht bekehre. Ey, so ist den-noch ein Mittel wider ein so erschreckliches Uebelvorhanden! Ist nycl) einige Gnade vorhanden,nachdem ich so viel Böses begangen, und damitGott geredet habe? Ja, so gewiß als Gottes diß-fals gethaner Eid wahr ist, so gewiß soll ich nochVergebung der Sünden und Gnade haben, wennich mich alsbald und ohne Heuchelei) und Vorbe-halt zu Gott nnd Jesu Christo wenden will. -Nunso danke ich dir denn mit gebeugten Knien meinerSeelen, 0 gnädiger und barmherziger Gott, daßdeine Geduld bis hieher auf mich gewartet hat,denn hattest du mich in diesem Zustande hinwegge-rast, wäre ich ewig verlohren gewesen. Nun prei-se ich deine Gnade und ergreife deine Liebe undGüte, die du mir darbietest. Ich entsage allen mei-nen Sünden, und entschließe mich durch deineEinademich ihnen zuwidersetzen, und dir in Heiligkeit undGerechtigkeit nach zu folgen all mein Lebelang. Werbin ich Herr, daß ich mich unterstehen darfeinen An-spruch an dich zu machen, und einigen Theil undErbe mir bey dir anzumaßen, anerwogen ich nichtwerth bin, den Staub von deinen Füßen zu lecken?Jedoch, weil du mir den güldenen Scepter reichest,erkühne ich mich zu dir zu kommen unv ihn auzu,0.4 rüh»
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