228 Alleins Grundlegung,
Sohn und Heiliger Geist, als mein Theil undhöchstes Gur an ; und damit ich mit Leib undSeel dein Diener seyn möge, so gelobe ich dir zudienen in Heiligkeit und Gerechtigkeit mein Lebe--lang.
Und weil du Jesum Christum, als das einzigeMittel, zu dir zu kommen, bestimmet hast, so neh-me ich allhier mit gebeugten Knien meines Herzensdenselben an, als den einzigen und geraden Weg desLebens, auf welchem die Sünder zu dir gelangen mö-gen,^wieich mich denn hiermit^höchst fcycrlichst in die-sem Heiralhecontract mit ihm verbinde.
Ach liebster Jesu ! ich komme zu dir hungrigund höchst mühselig, arm, elend, jämmerlich, blind -und bloß: als ein elender Mensch, der sich gar sehrverunreiniget, und vor welchen man nothwendig ei-nen Abscheu tragen muß; als ein zum Tode verur-theilter und verdammter Missethäter, der in Ewig-keit nicht würdig ist, daß er den Dienern meinesHerrn die Füße waschen^ geschweige, daß er wür-dig seyn sollte, mit dem Könige dcr Ehren fteywiüigvermählet zu werden: weilen aber deine Liebe sygroß, daß sie mir keiner zu vergleichen ist, so nehmeich dich ietzo aus allen meinen Kräften an. Icherwähle dich zu meinem Haupt und Ehemann, die-ses zufallen Zeiten zu seyn, es gehe, wie es wolle.Dich will ich lieben, dich will ich verehren/ dir willich für allen andern gehorchen, bis in den Tod.Ich umfasse dich in allen oeineuLk 'Mlern. Ich ent-sage meiner eigenen Würdigkeit und gelobe dir, daßdu, Herr, meine Gerechtigkeit seyn sollst. Ich ent-sage meiner Weißheü, und nehme dich an zu mei-nem