-214 Alleitts Grundlegung,
ihr mein Volk seyn wollet, muß ich die Oberherr-schaft über euch haben, ihr dürft nicht nach eurenLüsten leben. Wollt ihr mein Joch auf euch neh-men? Wollt ihr meine Regierung verehren? Wolltihr euch meiner Zucht, Meinem Worte, und mei-ner Ruthe unterwerfen? Du Sünder, was sa-gest du hierzu? Sprichst du: Herr ich wollte lie-ber, daß ich nach deinem Befehl, als nach meinereigenen Lust leben möchte. Ich wollte lieber, daßdein, als mein Wille geschehe. Ich lobe und bil-lige dein Gesetz, und halte dieses für ein Vorrechtund Freyheit, daß ich demselben unterworfen bin.Sollte auch gleich das Fleisch rebelliren,und öftersüber die Grenzen schreiten wollen, so habe ich michdoch entschlossen, keinen andern anzunehmen, alsdich^ Ich lege den Eid, daß du das Oberhauptseyn ollst, willig ab, erkenne dich für meinen sou-verainen Herrn, und bin entschlossen, alle meinLe-hetage bey dir die Zinsen der Anbetung, des Gehor-sams, der Liebe und des Dienstes abzutragen, unddir zu leben, als der du der Endzweck meines gan-zen Lebens bist. Auf solche Art, wird Gott so, wiees sich gehöret, angenommrn. Kurz, Gott verkün-diget euch: Ich bin der treue und wahrhaftigeGott, wollt ihr mich zu eurem Gott haben, so müssetihr mir vertrauen. Wollt ihr es auf mein Wortwagen und ankommen lassen ? Wollt ihr an mei-ner Treue hangen und meine Bande zu eurer Sicher-heit ergreifen ? Wollt ihr mir in Armuth, Schmachund Trübsal nachfolgen? W>M ihr, da ihr sehetdaß allhier in dieser Welt die Ausgaben groß, dieEinnahme aber schlecht und geringe ist, wegen eures
Glücks