2io Meine Grundlegung,
der Entschließung mich von dir leiten und regiere?zu lassen, auf deinen Rath zu warten, und deinerStimme zu gehorchen. Endlich mußt du auch denheiligen Geist annehmen zu deinem Heiligmacher,zu deinem Ädvocaten uns Fürsprecher, zu deinemNathgeber und Tröster, zu einem Lehrer in deinerUnwissenheit und zu einem Pfand deines Erbes.Stehe auf Nordwind, und komme Sudwind,und wehe durch meinen Gurren : Komm duGeist d. s Allerhöchsten, hier ist ein Haust für dich,hier ist ein Tempel, ruhe hier beständig, wohne undverbleibe hier. Siehe, ich räume dir die Wol>nuna, und zwar völlig, ein. Ich überschicke dir dieSchlüssel zu meinem Herzen, daß ich ganz und gardem eigen sey, und daß du alle deine Waaren, näm-lich deine Gnadengaben, allenthalben bey mir nie-derlegen mögest. Ich räume dir den völligen Ge-brauch ein von allein, das ich habe, daß nämlicheine iedwede Seelenkraft, ein iedes Glied, die Ge-rechtigkeit und den Willen meines Vaters, der imHitnmel ist, zu wirken dienen möge.
§. 116.
?um andern, mußt du Gott annehmen inallen seinen wesentlichen Eigenschaften undVollkommenheiten. Betrachtet, wie sich der Herrin seinem Worte geoffenbaret hat: Wollt ihr ihn,als einen solchen Gott annehmen ? Ach, Sünder,das ist die srolichste Botschaft die iemals denenMenschen verkündiget morden. Ver Herr willdein Gott seyn, dafern du seinen Vollkommen-heiten nicht widersprechen, sondern ihn auch hierin
an-