,98 Alleinö Grundlegung/
Todes? Betrachte alle Glieder deines Leibes und ^K^fre deiner Seelen, und siehe, was für unreineG>'fäße, was für Sauställe, Misthaufen und häß-liche Cloacke sie insgesamt worden sind. Ichelender Mensch, sagt Augustinus, was bin ich?ein unreines Gefäße, ein Behältniß voll Mo-der und Fäule, es findet sich in mir mchts,alsGestank und Unflarh! Das Herz ist nie-malen rechtschaffen zerknirschet und zuschlagen, bises von der Abscheuiichkeit der Sünde rechtschaffenüberzeuget ist. Auf diese Sünde richte deine Ge-danken feste. Diese ists, welche dich zu allemGuten träge und zu allem Bösen geneigt ma-chet. Diese ists, welche nichts als Blindheit,Hochmuth, Vorurtheile und ^glauben in deinGemüthe flößet -> Groll und Feindschaft, Unbe-ständigkeit, Ungehorsam in deinem Willen, unor-dentliche Hitze und Kälte in deine Affeeten undGemüthsbewegungen; unempfindliche Trägheitund Untreue in deinem Gewissen; Vergeßlichkeitin dein Gedächtniß, und mit einem Worte: DieErbsünde hat ein iedes Rad in deiner Seele ausseine Ordnung gebracht, und da diese eine Woh-nung der Heiligkeit war, ist sie in eine rechte Hölleder Bosheit durch die Erbsünde verwandelt wor-den. Diese ist diejenige Sünde, welche alle deineGlieder mit Uineinigkeit beflecket, verderbet, zunich«tet und zu Masse» der Ungerechtigkeit und zu
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*) Augustinus in 8ollloizri, c. 2. Hev m!/er, (Zuicl tum ?vil, K?rczuiliauwz conckz j>MreäüÜ5, xlenm foetQre