Erste Abcheilung. Cap. 7. 199
Anechten der Sünde gemacht hat. Dieses istdie Sünde, welche daß Haupt mit fleischlichen undsündlichen Absehen, die Hand mit bösen Prakti-ken, die Augen mit Geilheit und Unkeuschheit,unddie Zunge mit tödtlichem Gifte erfüllet. DieseSünde hat die Ohren, Afterreden, Schmeicheleien und unnütze Geschwätze anzuhören, eröfnet,unddagegen dieselben der Untwveisung des Lebensvevsperret. Sie hat dein Herz zu einer rechtenMünze und Schmied,! der Sünde, zu einem ver-fluchten Leibe vieler schändlichen Geburten gemacht,so daß es diese ohne Unterlaß, und eben so natür«lich, freywillig und unermüdet hervor bringet, alseil» Vrunn sein Wasser qnillet, oder wie einungestümes Meer, das nichts als Roth undUnflath auswirft., Willst du dich nun nochselbst lieben, und die Reden die du von deinem Her-zen, als ob es um solches gar wohl stehe, zuführenpflegest, nicht unterlassen? Ach laß nimmer ab, die-se verzweifelte Seuche, der angeerbten Verderbm'ßzu betrachten, bis du mit Ephraim klagen mögest:bekehre du mich Herr, so werde ich bekehret;bis du voller Scham und Herzeleid, wie der Zöll-ner an deine Brust schlagen, und wie Hiob'dichselbst verabscheuen, und im Staub und in derAsche Vuße thun mögest.
Forsche zum andern, wie du die Sündenin ihrer rechten Größe darstellen mögest, diedir am allerliebsten sind, und scharfe deinemHerzen alle die Drohungen Gottes ein, diedemselben zu widersind.DieBuße treibet die gan-^ze Heerde vor sich her, besonders aber wirft sie den
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