Erste Abtheilung. Cap. 6. 1Z5
die enge Pforte der Bekehrung und der neuen Ge-burt. Es sey denn, daß du von allen deinen Sün-den ungehcuchelt dich bekehren, zu Christo kommen«und ihn für den Herrn deiner Gerechtigkeit anneh,men, und in ihm, in Heiligkeit und einem neucn Lebenwandeln willst, so ist nichis gewisseis, als daß du, sowahr der Herr lebet, und so gewiß, du noch ietzoaußer der Hollen bist, binnen wenig Tagen undNachten darinnen seyn werdest» Ach! laß deinHerz an deinen Zustand gedenken ! Betrift diesesnicht dein ewiges Wohl undWeh,so ia allerdingswerth sind, daß man deswegen eine Betrachtung an-zustellen sich nicht mißfallen lasset. Erwäge nochmalsdas Elend der Unbekehrtcn, so dir letzt dargelegetist. Wenn der Herr nicht durch mich geredet hat,so achte meiner nicht; daferne aber dieses das wahr««haftige Wort'Gottes ist, daß alles Elend, dessenwir gedacht haben, auf deinen! Rücken liegt, sosage mir, in was für einem Zustande befindest dudich wohl? Schicket es sich wohl für einen Men-schen, der seine Sinne hat, in einein so ich cm Zu-stande zu verbleiben,und sollte er sich nichtvielmehrauf das äußerste bemühen, wie er seinem Unter-gange zuvorkommen möchte? O Menich i wer hatdich bezaubert, daß du in Sachen, die dieses ge,genwartige Leben betreffen, weise genug bist; dadu in Ansehung dieser dein Werk überlegest, deineGefchr zuvor siehest, und deinem Unheil vorzukom-men trachtest, daß du dennoch in den Sachen, dievon weit größerer Wichtigkeit sind,' und die dieEwigkeit betreffen, dich so gar sorgloß erzeigest,j als ob diese dich wenig angienge! Ach! dünket dich
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