186 Alleins Grundlegung/
dieses ein geringes zu seyn, daß alle EigenschaftenGottes wider dich sind? Kannst du dich wohl glück«lich schätzen ohne seine Gnade? Kannst du seinenHänden entrinnen, oder seine Rache so erduldenund aushalten? Hörest du die Creatur unter dirächzen, und die Hölle nach dir stuften, und denkestdoch, daß dein Zustand noch gut genug sey? Be-findest du dich in den Klauen des Löwen, unter derMacht der Verwesung, und siehest du dich in ei-nem garjngen und finstern Gefängniß von deinenLüsten gefesselt, dergestalt, daß du deine ewige Ver-dammung wirkst, und schätzest du doch dieses al-les keiner Betrachtung würdig? Malst du alleSchreckungen des Gesetzes, alle dessen Flüche undDonnerschläge geringe schätzen, als ob sie nur einKnallen kindischer Büchsen wären, oder ob du ge,gen papierne Kugeln stehen solltest? Willst du mitder Hölle und dem Verderben nur ein Gespöttstreiben? Kannst du den vergifteten Becher des Zornsdes Allmachtigen trinken, als wenn es nur ein ge-meiner Trank wäre? Gürte wie ein Mann dei-ne senden, ich will dich fragen, lehre mich, undantworte mir auf meine Frage: Bist du ein sol-cher Leviathan, dessen Hiob gedenket, daß deinestolze Schuppen verhindern sollten, daß der Till-mächtige nicht an dich kommen kann? Willst duseine Waffen wie Stroh, und sein tödtendes Ge-wehr wie faul Holz achten? Bist du ein Rönigalle Stolzen, daß du seine Pfeile nur für Stop-peln achten, und der bebenden Lanzen spottensolltest? Bist du gemacht ohne Furcht zu sey», undverachtest seine zackigte Eisen? Bist du eim'lnPfcr«