162 Alleins Grundlegung,
§. 9l-
Die Weisheit Gottes suchet dich zu ver-derben. V?ill man sich nicht bekehren, so hater sein Schwerdt geweyet, und seinen Vogengejpannet, und zielet, und hat darauf gelegetrödtliche Geschoß, seine Pfeile hat er zugerich-tet zum Verderben, Ps. 7. Er bereitet euch einUnglück zu, und hat Gedanken wider euch. DerHerr lachet sein. Denn er siehet, daß sein Tagkömmt. Er siehet, wie es in einem Augenblick mirdir aussehen werde, wie du wirst deine Hände rin-gen , deine Haare ausreißen, dein Fleisch fressen,und mit den Zahnen knirschen vor Angst und Ban-gi'akeir des Herzens, wenn du siehest, daß du ohneWiederkehren in die Grube des Verderbens gefal-len bist. Die Wahrheit Gottes hat sich widerdich verschworen. Die Unbekehrten sind teil-te, derer Herz immer den Irrweg will, und diemeine VÖege nicht lernen wollen, daß ichschwur in meinem Zorn, sie sollen nicht zu mei.,ter Ruhe kommen. So er treu und wahrhaf-tig ist, mußt du umkommen, wenn du dich nichtbesserst, sondern so fortfahrest. Du mußt sterben,daserne du nicht Buße thust, es wäre denn, daßGott sein Wort nicht halten wollte. Glaubenwir nicht, so bleibt er treu, er kann sich selbstnicht laugnen. Das ist, er ist getreu, er hält sei-ne Drohungen so wohl, als seine Verheissungen,und diese seine Treue will er erweisen in unsererBeschämung, wenn wir nicht glauben. Gott hatdir so deutlich gesaget, als es nur kann gesagt wer-den, daß, wofern ex dich nicht waschet, so hast