Erste Abtheilung. Cap. 6. i6z
du kein Theil mit ihm, Joh. iz. Daß, wo dunach dem Fleische lebest, du sterben sollst. Rom.8. Daß du auf keinerlei) Art und Weise in dasHimmelreich kommen sollst, es sey denn daß duumkehrest. Und er bleibt getreu, er kann sichselbst nicht laugnen.
Meine Geliebte, so einen starken Trost dieGläubigen an der unwandelbaren Treue Gottesund seinem Eide haben, den er hinzu gethan hat,so sehr erschrecket und beschämet diese Treue dieUngläubigen. O Sünder, sage mir, was hast duwohl vorzuwenden, wenn du an die Drohungengedenkest, die in der heiligen Schrift wider dich auf-gezeichnet stehen ? gläubest du, daß sie wahr, odernicht wahr sind? Haltest du sie nicht für wahr,so bist du ein elender Heyde, und kein Christ, unddeswegen magst du den Namen und die Hofnungeines Christen nur fahren lassen. Wenn du aberdiese Drohungen gläubest, so muß dein Herz vonStahl und Eisen ftyn, daß du ganz ruhig zu einersolchen Zeit seyn kannst, da die Wahrheit und Un-veränderlichkeit Gottes im Begrif sind, dich zu ver-derben. So wahr, als es dem allmächtigen Gottmöglich ist, so gewiß wirst du umkommen, und ver-dammt werden. O Mensch, die ganze heiligeSchrift zeuget wider dich, so lange du ungeheiligetverbleibest. Sie verdammet dich auf iedem Blatt,und ist in Ansehen deiner, >gleich dem zusammen-gelegten Brief Vzechielis, welcher inwendig undauswendig beschrieben war mit Klage, Ach undWeh. Diese Flüche werden gewiß üoer dich kom-men und dich treffen, es sey denn, daß du dichbe-
L -- kehren