i6o Allcjns Grundlegung,
darfst du wol an die klare und Hellschemende Son-ne der Reinigkeit, an die Schönheit und Herrlich-keit der göttlichen Heiligkeit gedenken, vie Ster-ne sind nicht rein vor seinen Augen. Auch hier-in lasset sich Gott tief herab, wenn er das, was,im Himmel geschiehet, mit gnadigen Auqen ansie-het. Ach was für helle und flammende Augen hatnicht Gott ? was vermögen diese nicht an dir zu se-hen? du haft aber vhne die wahre Busse keinenAntheil an Christo, daß er deine Sachen führensollte. Mich dünkt, ich höre dich ganz erstaunendmit den Leuten zu Beth-Semes rufen: wer kannstehen vor dem Herrn, solchen heiligen Gott ?iSam. io.
§. 90.
Die Allmacht Gottes ist wider dich, als
ein erschrecklich Geschütze aufgerichter. Die Eh-re der göttlichen Gewalt wird ausgebreitet durchdie wunderbahre Beschämung, und das Verder-ben derjenigen, die nicht gehorsam sind deinikvangelio unsers Herr»» Jesu Christi. Aewill seine Macht an denen Sündern beweisen.O Mensch, bist du wol vermögend dich wider dei-nen Schöpfer zu vertheidigen ? Hier bist du ebenso unvermögend, als ein schwaches Rohr gegen diehohen Cedern, oder ein kleiner Kahn wider das mitWellen sich erhebende Meer, oder die Wasserbla-sen der Kinder wider die stürmenden Winde. VuSünder, die Macht des göttlichen Zorns ist widerdich, und dtese beyde die Macht und der Zornkönnen ein entsetzliches ausrichten. Es wäre bes-ser die ganze Welt stünde in Waffen gegen dich,