izO Allems Grundleguttg/
stum recht unbedachtsam an; sie betrachten nichteinmal, daß man sich selbst vcrlaugnen müsse, undpflegen die Kosten nicht zu überschlagen. DieserGrundirrthum verderbet alles, und stürzet die Men-gen unvermerkt in das ewige Verderben.
§. 69.
z. Das bloße äußerliche Wesen im Chri-stenthum. Viele bleiben gleichsam an der Rindekleben, und lassen es bey dem auswendigen gutenSchein und äußerlichen Verrichtungen der Christen-pflichten bewenden. Dieses betrüget oft die Men-schen am allermeisten, und bringet sie noch gewisserins Verderben, als ein öffentlich lüderlich Leben,wie man dieses an den Pharisäern abnehmen kann.Sie hören Gottes Wort, sie fasten, sie beten, siegeben Allmosen, sie glauben daher nicht anders, alsdaß es sehr gut um sie stehe. Allein, da sie es nurbloß bey dem opcre opei-aro und äußerlichen Ver,richtungen guter Werke bewenden lassen, und desrechtschaffenen Wesens in Jesu verfehlen, fallen sieendlich von derHofnung, damit sie sich vormals ge-schmeichelt, uud von dem festen Vertrauen, als obsie auf dem rechten Wege zum Himmel wären, inden Pfuhl, der mit Feuer und Schwefel bren-net. O ein bejammernswürdiger Zustand, wenndas Christenthum einen Menschen nur zu verhärten,und seine Seele wirklich zu betriegen und verführendienen muß.
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4. Die Herrschaft der falschen Absichtenim Christenthum. Hiermit waren die Pharisä-er vergiftet. Q wie manche Seele gehet dadurch
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