!28 Alleins Grundlegung,
§. 6?.
!. Die grobe Unwissenheit. Ach, w'> vie-le arme Leute tödtet d>ese Sünde in der F'nst rniß,die da wirklich in den Gedanken stehen, als ^b siereines Herzens wären, und auf dem rechten Wegezum Himmel sich befanden ! Diese Unwissenheit istein Mörder, der in allerStille, da sich die Menschennichts versehen, bey taufenden hinrichtet; so pfle-gen sie auch nicht einmal dieHand, die ihnen Scha-den zufüget, gewahr zu werden. Ihr werdet fin-den, daß diefe Sünde, ihr möget nun diese eure Un-wissenheit entschuldigen, wie ihr wollt, die Seele indas äußerste Verderben stürze, wenn ihr folgendeSchriftstellen erwegen werdet: Die feste StadtJerusalem muß einsam werden, die schöne»Häuser verstoße»! und verlassen werden, wieeinelVüste, daß Rälber daselbst weiden und ru-hen, und daselbst Reiser abfressen. IhreAweige werden für vürre brechen, daß dieZVelber kommen, und Heuer damit machen wer-den. Denn es ist ein unverstandig Volk, dar-um wird sich auch ihrer nicht erbarmen, dersie geinacht hat, und der sie geschaffen hat wirdihnen nicht gnadig seyn. Gott wird mit Feu-erflammen Rache geben über die, fo ihn nichterkennen. Ist unser Evangelium verderbt, soists in denen, die verlohren werden, verderbt,bey welchen der Gott dieser 5Velt der Ungläu-bigen Sinne verblendet hat, daß sie nicht se-hen das helle Licht des Evangelii von derRlarheic Christi, welcher ist das EbenbildGottes. Würde es einem Zu Herzen gegangen
jeyn,